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22-11-2004 Ukraine
Gryslow warnt vor Einmischung in innere Angelegenheiten der Ukraine
Der russische Parlamentspräsident Boris Gryslow hat vor der Einmischung in die inneren Angelegenheiten der Ukraine gewarnt. „Russland darf sich in die inneren Angelegenheiten der Ukraine nicht einmischen", sagte Gryslow vor Journalisten mit Blick auf die Kundgebungen der ukrainischen Opposition in Kiew.

„Wir können nur helfen, indem wir zur Ordnung aufrufen und die Wahlergebnisse anerkennen. Das ist unsere Hilfe", so Gryslow.

Am Montagnachmittag sind in Kiew Anhänger des Oppositionskandidaten Viktor Juschtschenko auf die Straße gegangen. Sie bezweifeln die offiziellen Wahlergebnissen, wonach Regierungskandidat Viktor Janukowitsch Wahlsieger ist.

Auf die Frage, ob Moskau und Washington um den Einfluss in der Ukraine rivalisieren, antwortete Gryslow: „Wenn es Vertreter anderer Staaten, die manchmal Zehntausende Kilometer entfernt liegen, versuchen, sich in die Beziehungen einzumischen, so verstehen wir das nicht ganz".

Gefragt, ob die Präsidentenwahl die Ukraine spalten könne, sagte Gryslow: „Ich möchte glauben, dass die politische Rivalität zu keiner Konfrontation mutiert."

Zuvor betonte Russlands Parlamentspräsident, die bei der Präsidentenwahl in der Ukraine registrierten Verstöße gäben keinen Anlass, die Wahlergebnisse für ungültig zu erklären.

„All die registrierten Verstöße dürfen als kein Argument für die Nichtanerkennung der Wahl gelten. Die Wahl wurde im Rahmen der demokratischen Normen abgehalten", hieß es.

Ein Beweis für die Rechtmäßigkeit der Wahl sei die hohe Wahlbeteiligung, die bei 80 Prozent gelegen habe. Die Abstimmung sei „maximal demokratisch" verlaufen.

Gryslow wies die Behauptungen der OSZE-Beobachter zurück, wonach die Wahl nicht stattgefunden habe. „Diese Behauptungen haben wir bereits im ersten Wahlgang gehört. Das konnte aber die Abhaltung der Stichwahl nicht stören", so Gryslow weiter.

„Nach den neuesten Angaben hat Janukowitsch einen Vorsprung von rund 822.000 Stimmen. Diesen Vorsprung kann man kaum verlieren. Ich habe Janukowitsch angerufen und zum verdienten Sieg gratuliert", sagte Russlands Parlamentschef.

„Die Verstöße, die es möglicherweise gab, können die Ergebnisse kaum grundsätzlich beeinflussen", betonte Gryslow. (RIA)

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