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22-11-2004 Ukraine
Wahl-Endergebnisse in Ukraine werden auf Protokollen aus Wahllokalen basieren
„Die Endergebnisse der Präsidentenwahl in der Ukraine werden wir anhand der aus Wahllokalen stammenden Protokolle „mit frischen Stempeln" zusammenfassen", sagte der Chef der Zentralen Wahlkommission der Ukraine, Sergej Kiwalow, in Kiew.

Er schloss nicht aus, dass Beschwerden über Verstöße gegen das Wahlrecht bei der Wahlkommission eingehen würden.

„Vorläufig kennen wir weder den Charakter der vermutlichen Beschwerden noch deren Zahl. Falls sie eingehen, werden sie im Beisein von Journalisten und Vertrauenspersonen der Kandidaten erörtert", hieß es.

Jede Entscheidung der Wahlkommission könne gerichtlich angefochten werden.

Das russische Außenministerium hat unterdessen erklärt, den Namen des Wahlsiegers solle die Zentrale Wahlkommission der Ukraine nennen. „Heute sollte man sich auf die Entscheidungen und Angaben der Zentralen Wahlkommission verlassen. Falls jemand sie bezweifelt, sollte er auf Berichte der Wahlbeobachter zurückgreifen. In der Ukraine agieren rund 5.000 Beobachter", sagte Russlands stellvertretender Außenminister, Wladimir Tschischow.

Die Angaben von Exit-Polls liegen laut Tschischow auseinander. Laut einigen Umfragen siegte Juschtschenko, laut den anderen gewann Janukowitsch. „Zu behaupten, es gebe eindeutige Ergebnisse, wäre im Moment nicht korrekt."

Nach Auffassung des Vorsitzenden der Zentralen Wahlkommission Russlands, Alexander Weschnjakow, gibt es heute die Möglichkeit, jegliche Zweifel zu beseitigen, ohne zu Kundgebungen und Verstößen gegen die Gesetze zu greifen. Bei einem Kopf-an-Kopf-Rennen sei die Situation „sehr schwierig".

Weschnjakow verwies auf die Wahlkampagnen in Georgien, Jugoslawien und den USA, bei denen die Lage „bei weitem nicht wolkenlos" gewesen sei.

Nach neuesten Angaben sind bereits praktisch 100 Prozent der Stimmen in der Ukraine ausgezählt. Laut vorläufigen Angaben stimmten 49,42 Prozent der Wähler für Viktor Janukowitsch, ViktorJuschtschenko holte 46,70 Prozent der Stimmen.

An der Wahl nahmen 30.235.468 Wähler teil. (RIA)

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