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19-12-2005 Ukraine
Ukrainischer Regierungschef kommt zu Energieverhandlungen nach Moskau
Der ukrainische Premier Juri Jechanurow wird am heutigen Montag zu Verhandlungen über Energieprobleme in Moskau eintreffen.

Wie Russlands Präsident Wladimir Putin am vergangenen Freitag Journalisten mitteilte, sei eine entsprechende Vereinbarung zwischen den Präsidenten beider Länder erzielt worden. Jechanurow werde sich mit Russlands Premier Michail Fradkow treffen.



Putin betonte, dass die Präsidenten Russlands und der Ukraine das Problem der Gaslieferungen nicht politisieren möchten. "Geschäft und Energiewirtschaft sind das eine und Politik das andere", so Putin.

"Juschtschenko hat gesagt, diese Fragen sollten nicht politisiert werden, und ich bin mit ihm absolut einverstanden", fügte Russlands Staatschef hinzu. "Es gibt einen Markt, und die Bedingungen müssen für alle gleich sein. Alle unsere Partner müssen gleiche Bedingungen haben."

Die Ukraine hatte in den letzten Jahren 50 US-Dollar für 1 000 Kubikmeter und die europäischen Länder 160 US-Dollar für 1 000 Kubikmeter gezahlt.

Die von der ukrainischen Regierung initiierten russisch-ukrainischen Verhandlungen über die Umstellung auf die marktwirtschaftlichen Prinzipien der Zusammenarbeit in der Gasindustrie ab 2006 dauern bereits rund neun Monate.

Alexander Medwedew, stellvertretender Vorsitzender des Gasprom-Vorstands, erklärte dieser Tage: "Mit dem Verhandlungsprozess hat die Ukraine faktisch die Zeit verpasst, heute kann von 160 US-Dollar (für 1 000 Kubikmeter Gas) keine Rede mehr sein." Die Marktsituation habe sich verändert, vom 1. Januar an wird der Preis 220 bis 230 Dollar pro 1 000 Kubikmeter betragen.

Gasprom mache den Mechanismus der Gaspreisbildung für die Ukraine absolut verständlich und transparent und gehe dabei ausschließlich von der Marktsituation aus.

"Dies wird eine Preisformel sein, die auf der Grundlage der internationalen Regeln, also unter Berücksichtigung der Preise für die konkurrierenden Energieartikel wie Heizöl und Dieseltreibstoff entsteht", fügte Medwedew hinzu. Diese Preisformel wird am 1. Januar an der Grenze zur Ukraine eine Zahl von 220 bis 230 Dollar ergeben." (RIA)

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