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22-11-2004 Ukraine
Janukowitsch führt, aber Juschtschenkos Umgebung spricht von dessen Sieg
Nach den Ergebnissen der Aufarbeitung von 98,24 Prozent der Wahlzettel führt Viktor Janukowitsch bei den Präsidentschaftswahlen in der Ukraine, aber Viktor Juschtschenkos Umgebung glaubt, dieser habe gesiegt.

Nach den Ergebnissen der Auszählung von 98,24 Prozent der Wahlzettel haben 49,57 Prozent der Wähler für Viktor Janukowitsch und 46,57 Prozent für Viktor Juschtschenko gestimmt. Dies sind die Angaben des Pressedienstes der Zentralen Wahlkommission der Ukraine.

An der Abstimmung beteiligten sich 28 093 594 Personen.

In Kiew dauert die Kundgebung von Juschtschenkos Anhänger an. Er wird als der gewählte Präsident dargestellt. Er erklärte: "Wir haben alle zusammen gesiegt. Es hat das ukrainische Volk gesiegt. Das ist eine Tatsache." Diese Erklärung wurde mit dem Beifall der Anwesenden quittiert.

Die Kundgebung begann mit dem Absingen der Nationalhymne und einem Gebet. Auf dem Unabhängigkeitsplatz haben sich mehrere Dutzend Tausend Menschen versammelt.

Juschtschenko rief seine Anhänger auf, den Platz nicht zu verlassen, um der Macht den Protest gegen die "totale massierte Fälschung" zu demonstrieren.

"Teure Freunde, gehen Sie nicht auseinander, bleiben Sie auf dem Platz. In diesem Moment eilen Zehntausende Menschen aus allen Regionen der Ukraine zu uns in Ochsenfuhren, Bussen, Pkw's und Zügen. Das ist ja erst der Anfang der Aktion!" erklärte Juschtschenko, worauf eine stürmische Ovation folgte.

Der Platz ruft seinen Namen im Sprechchor aus und schwenkt Tausende orange Papierfahnen in der Luft.

Wie Juschtschenko sagte, bestehe die Aufgabe der Opposition darin, das Misstrauen zur Zentralen Wahlkommission zum Ausdruck zu bringen und die Annullierung der Wahlergebnisse in den Gebieten Donezk und Lugansk zu verlangen, in denen, wie er behauptet, die umfassendsten Fälschungen der Wahlergebnisse vorgekommen und keine Beobachter der Opposition zugelassen worden seien. (RIA)

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