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08-12-2005 Ukraine
Janukowitschs Partei der Regionen beim Raiting führend
Die Partei der Regionen mit Viktor Janukowitsch an der Spitze führt das Rating der politischen Parteien der Ukraine an.
Davon zeugen die Ergebnisse einer gemeinsamen Datenerhebung, die das Gesamtrussische Zentrum zum Studium der öffentlichen Meinung (WZIOM) und das Kiewer Internationale Institut für Soziologie durchgeführt haben.


Wie WZIOM-Generaldirektor Waleri Fjodorow auf einer Pressekonferenz bei RIA Nowosti sagte, sind mehr als 22 Prozent der Ukrainer bereit, der Partei der Regionen ihre Stimme zu geben. Für "Unsere Ukraine" unter Präsident Viktor Juschtschenko würden 15 Prozent der Respondenten plädieren. Dem Block Julia Timoschenkos vertrauen 10 Prozent.

Fjodorow verwies auf die Spaltung des Landes: Im Südosten würden etwa 40 Prozent der Befragten Janukowitsch unterstützen, während sich Juschtschenko im Westen auf eine Wählerschaft von ungefähr 33 Prozent stützen könne. "Die Ukraine stellt heute kein einheitliches Land dar", sagte er.



Würden die Parlamentswahlen heute stattfinden, könnten nur sechs Parteien die Drei-Prozent-Hürde nehmen: die Partei der Regionen, "Unsere Ukraine", der Block Timoschenko, die Sozialistische Partei (6 Prozent), die Volkspartei-Volksblock (5 Prozent) und die Kommunistische Partei (4,5 Prozent).

Konstantin Satulin, Abgeordneter der russischen Staatsduma und Direktor des Instituts zum Studium der GUS-Staaten, prognostizierte, Janukowitschs Partei könnte bei den Parlamentswahlen im März 2006 auf 100 bis 160 Mandate kommen und damit die zahlenmäßig größte Fraktion stellen. Ferner vermutet er, dass "Unsere Ukraine" voraussichtlich den zweiten Platz belegen wird.

Satulin zufolge könnten die Anhänger Juschtschenkos und Timoschenkos zusammen auf etwa 30 Prozent der Mandate kommen, "sollte es in den nächsten vier Monaten nicht zu einer Verschlechterung der Lage kommen, was die Situation nachhaltig zu Lasten der Machthaber korrigieren würde".

Juschtschenko und Timoschenko, äußerte Satulin, stützen sich auf eine sehr ähnliche Wählerschaft. "Sie kämpfen für den Maidan, doch der verliert an Zugkraft", sagte er.

Die Wirtschaftslage bewerten 47 Prozent der Befragten als schlecht und 13 Prozent als sehr schlecht, während nur 3 Prozent sich positiv äußerten.

Ihre eigene materielle Lage beurteilen 47 Prozent als durchschnittlich, 34 Prozent als schlecht und 11 Prozent als sehr schlecht.

Bei der Umfrage wurden 3 000 Bürger im Zeitraum vom 17. - 28. November 2005 befragt.(RIA)

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