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07-12-2005 Ukraine
Russischer und ukrainischer Präsident erörterten Energieprobleme
Der russische und der ukrainische Präsident, Wladimir Putin und Viktor Juschtschenko, haben in einem Telefongespräch am Mittwoch Probleme der Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern im Energiebereich erörtert. Das teilte Putins Sprecher Alexej Gromow Journalisten mit. Die Unterredung habe auf Initiative der ukrainischen Seite stattgefunden.

Am Dienstagabend war bekannt gegeben worden, dass die russisch-ukrainischen Verhandlungen über Lieferung und Transit von russischem Gas im Jahr 2006 auf Verschulden der ukrainischen Seite gescheitert waren. "Die turnusmäßige Runde der Gespräche zwischen Gasprom und einer Delegation der Ukraine über die Zusammenarbeit im Gasbereich im kommenden Jahr ging ohne Ergebnis zu Ende, obwohl die Führung der Ukraine bislang erklärte, in nächster Zeit alle Probleme von Lieferung und Transit russischen Gases auf marktwirtschaftlichen Prinzipien lösen zu wollen", teilte der Gasprom-Konzern in Moskau mit.



"Das unkonstruktive Herangehen der Ukraine an das Problem des Abschlusses eines Protokolls über den Modus für den Transit russischen Gases durch ukrainisches Gebiet im Jahr 2006 gefährdet die Energiesicherheit der europäischen Gasabnehmer wie auch der Ukraine selbst", hieß es in einer Pressemitteilung.

"Gasprom schlägt der Ukraine verschiedene Varianten vor", sagte der Sprecher des Gasprom-Vorstandsvorsitzenden, Sergej Kuprijanow. Aber die ukrainische Seite sei zu einem konstruktiven Dialog nicht bereit. Sie wolle keine Änderungen, sagte er.

Am 2. Dezember hatte Juschtschenko erklärt, er wolle das Problem der Beziehungen zwischen beiden Ländern im Gasbereich auf marktwirtschaftlichen Prinzipien lösen. Das betreffe auch den Transit von russischem Gas durch die Ukraine.

Statt dessen wurde Gasprom vorgeschlagen, vergünstigte Bedingungen für russische Gaslieferungen an die Ukraine beizubehalten. "Unter Berufung auf ein gültiges Regierungsabkommen (zwischen Russland und der Ukraine) verwies Kiew auf die fehlende Möglichkeit, zu Geldverrechnungen auf Grund von Marktpreisen und zu marktwirtschaftlichen Transittarifen überzugehen", hieß es.(RIA)

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