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02-12-2005 Ukraine
Föderationsrat über Position der Ukraine zu Gaslieferungen besorgt
Im Föderationsrat (Oberhaus des russoschen Parlaments) gibt es Besorgnis über die Situation, die zwischen Russland und der Ukraine in der Gasbranche entstanden ist. Das erklärte Wassili Duma, Mitglied des Oberhausausschusses für natürliche Monopole, am Donnerstag vor Journalisten.

"Die Ungeregeltheit der Beziehungen bezüglich der Gaspreispolitik gefährdet die Stabilität der russischen Gaslieferungen nach Europa", sagte er.



Duma betonte, dass die Entscheidung der russischen Seite, den Preis für das Gas anzuheben, das in die Ukraine geliefert werde, ökonomisch begründet sei.

"Diese Entscheidung ist nicht spontan und hängt keinesfalls mit der politischen Konjunktur zusammen, worüber auch einige unserer Opponenten sprechen", erklärte er.

Ihm zufolge ist Russland gezwungen, die Gaspreise im Zusammenhang mit der Weltkonjunktur zu erhöhen. "Die Preiserhöhung auf dem Weltmarkt zwingt uns, die Preise für das russische Gas anzuheben. Aber die Ukraine beginnt ihrerseits, den Transit zu manipulieren, und ist darauf aus, den Preis dafür zu verdreifachen", erinnerte Duma.

Zugleich hob er hervor, dass die Gaspreise für die ukrainischen Verbraucher wahrscheinlich in einigen Etappen erhöht werden sollten. "Dabei darf man nicht vergessen, dass die Gaspreise in Europa in einem ständigen Wachstum begriffen sind und Russland nach wie vor in die GUS-Länder Gas zu einem unverkennbar niedrigen Preis, faktisch zum Nachteil der eigenen Wirtschaftsinteressen, liefert", sagte der Senator.

"Wenn die Ukraine nach wie vor eine solche destruktive Position einnehmen wird, so kann sie überhaupt die Vorzüge des russischen Gastransits verlieren. Denn Russland löst die Frage über alternative Wege für Gaslieferungen nach Europa", erinnerte er.

Zugleich betonte Duma, dass die zwischen Russland und der Ukraine entstandene Situation im Gasbereich nicht unüberwindlich sei. "Schwierigkeiten hatten wir auch früher. Aber sie wurden in der Regel auf der Ebene der Staatschefs gelöst", sagte der Senator. (RIA)

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