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10-09-2005 Ukraine
Russischer Experte: Weder Macht noch Opposiiton in der Ukraine an politischem Erfolg von Julia Timoschenko interessiert
Weder die Macht noch die Opposition in der Ukraine sind am politischen Erfolg der am Donnerstag aus dem Amt der Ministerpräsidentin entlassenen Julia Timoschenko interessiert. Diese Auffassung vertrat der Direktor des Institutes für die GUS-Länder und Abgeordnete der Staatsduma (Unterhaus des russischen Parlaments) Konstantin Satulin am Freitag auf einer Pressekonferenz.

"Weder Janukowitsch noch Juschtschenko, das heißt weder die gegenwärtige Opposition noch die Macht in der Ukraine, sind bei all der Unterschiedlichkeit ihrer Positionen daran interessiert, dass Julia Timoschenko einen Platz unter der Sonne findet und irgendeinen politischen Erfolg demonstriert", sagte Satulin.

Ihm zufolge "ist eine weitere Zusammenarbeit von Juschtschenko und Timoschenko unmöglich". "Juschtschenkos Umgebung wird ihr niemals verzeihen, dass sie ihren Helden bloßgestellt hat", so Satulin.

Er bemerkte ferner: "Bei all der Gemeinsamkeit ihrer Einstellung zu Timoschenko werden Janukowitsch und Juschtschenko keine gemeinsamen Handlungen unternehmen, denn dies würde einen Verzicht auf die prinzipiellen Grundlagen der politischen Kräfte bedeuten, die sie unterstützen".

"Treffen sind möglich, aber es wird keine strategische Allianz geben", betonte der Abgeordnete.

Nach Meinung Satulins "sollten wir in Russland keine Schadenfreude über die Krise in der Ukraine empfinden". "In dieser Situation entstehen heute ernsthafte Schwierigkeiten innerhalb der prorussischen Opposition", sagte der Abgeordnete warnend. Nach Meinung des Politologen wird den Wählern nur ein Bild über den Kampf der einen "orange" Revolutionäre gegen die anderen vermittelt, während die prorussische Opposition in den Schatten gerückt werde.

In Bezug auf den Premier bemerkte Satulin, an Stelle Jechanorows könnte ein beliebiger anderer sein - das sei eine austauschbare Figur. "Wenn Jechanorow im Amt des Premiers bestätigt wird, wird er kein Politiker der politischen ‚Top ten' der Ukraine sein, er wird politische Äußerungen wie Feuer meiden, selbstverständlich wenn Juschtschenko ihn unter Kontrolle halten wird", sagte Satulin. Dafür wird Juschtschenko einen Berater benötigen, und die Entlassung von Pjotr Poroschenko ist nicht endgültig, er wird noch zurückkehren. (RIA)

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