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10-09-2005 Ukraine
Ukrainische Generalstaatsanwaltschaft wird vom Ex-Staatssekretär vorgelegte Angaben über Korruption in obersten Machtetagen prüfen
In der Generalstaatsanwaltschaft der Ukraine wurde eine interdisiplinäre Gruppe zur Prüfung der vom ehemaligen Staatssekretär der Ukraine, Alexander Sintschenko, vorgelegten Angaben über die Korruption in den obersten Machtetagen gebildet.

Das teilte der Generalstaatsanwalt der Ukraine, Swjatoslaw Piskun, am Freitag auf einer Pressekonferenz in Kiew mit, berichtet die Agentur "Nowosti-Ukraina".

Alexander Sintschenko hatte am Donnerstag dem Sicherheitsdienst und der Generalstaatsanwaltschaft Beweise für die Korruption in den obersten Machtetagen übergeben. Laut Sintschenkos Sprecherin Olesja Boschko handelt es sich um Kopien von Dokumenten, die Fakten nachweisen, welche vom Ex-Staatssekretär am Montag auf einer Pressekonferenz publik gemacht wurden.

Sintschenko hatte am 3. September seinen Rücktritt vom Amt des Staatssekretärs mit der Begründung angekündigt, dass der Sekretär für nationale Sicherheit und Verteidigung, Pjotr Poroschenko, der Erste Präsidentenberater, Alexander Tretjakow, und der Chef der präsidententreuen Fraktion "Unsere Ukraine", Nikolai Martynenko, den Zugang zu unvoreingenommenen Informationen blockierten, die von Sintschenko beim Präsidenten der Ukraine, Viktor Juschtschenko, einlaufen. Sinschenko beschuldigte ferner Poroschenko und Martynenko wegen Korruption.

Poroschenko wies seinerseits die Anschuldigungen von Sintschenko zurück. Er wandte sich am Dienstag an die Generalstaatsanwaltschaft, den Sicherheitsdienst und das Innenministerium mit der Bitte, ein Gerichtsverfahren zu den Fakten einzuleiten, die vom Ex-Staatssekretär dargelegt wurden. Der Sicherheitssekretär legte ferner Rechtsmitel bei einem Gericht ein, um von Sintschenko eine öffentliche Entschuldigung zu fordern. (RIA)

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