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28-08-2005 Ukraine
jaxx.de wehrt Web-Attacke erfolgreich ab - Urheber in der Ukraine vermutet
Das Online-Glücksspielangebot jaxx.de der FLUXX AG war seitvergangenem Sonntag Ziel von räuberischen Erpressern. Mit einer sogenannten "DDoS-Attacke", dieunter Zuhilfenahme unabhängiger Rechner zahllose Zugriffe auf dieHomepage von jaxx.de verursacht hat, haben vermutlich osteuropäischeTäter versucht, das Online-Angebot jaxx.de lahmzulegen.

Angebote dervon FLUXX betreuten Partner waren nicht betroffen, durch die Angriffeist der FLUXX AG kein nennenswerter wirtschaftlicher Schadenentstanden. Das Sicherheitskonzept von FLUXX hat ein Eindringen derTäter bei jaxx.de verhindern können - allerdings mussten hierdurchzeitweise auch die Kunden von JAXX "Schlange stehen", um ihrenLottoschein oder ihre Pferdewette abgeben zu können. "EinSicherheitsrisiko hat zu keiner Zeit bestanden", betont MathiasDahms, Vorstand Products & Services der FLUXX AG. "Die individuellenDaten der Spieler sind bei uns sicherer aufgehoben als in Fort Knox."

Bei der FLUXX AG ging ein Erpresserschreiben der Täter ein, in demgegen die Sofortzahlung eines Lösegeldes die Einstellung der Attackenin Aussicht gestellt wurde:

"... verlangen wir eine Zahlung von 40.000 Euro. Dieses Geldmüssen Sie per Western Union überweisen.
Hintergrund
Als DoS-Angriff (Denial of Service attack, etwa: Dienstverweigerungs-Angriff) bezeichnet man einen Angriff auf einen Host (Server) mit dem Ziel, einen oder mehrere seiner Dienste arbeitsunfähig zu machen. In der Regel geschieht das durch Überlastung. Erfolgt der Angriff koordiniert von einer größeren Anzahl anderer Systeme aus, so spricht man von einem DDoS (Distributed Denial of Service). Normalerweise werden solche Angriffe nicht per Hand sondern mit Backdoor-Programmen oder ähnlichem durchgeführt, welche sich von alleine auf anderen Rechnern im Netzwerk verbreiten, und dadurch dem Angreifer weitere Wirte zum Ausführen seiner Angriffe bringen... (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Ddos)
Das ist eine sogenannteMinuten-Überweisung, d.h. falls Sie heute überweisen und wir nichtgehindert werden, das Geld abzuheben, dann wird die Attacke bereitsheute abend abgestellt. Sie werden selbstverständlich eineErmittlungsbehörde einschalten, ist auch Ihr gutes Recht. Ich möchteIhnen aber eine Insider-Information mitteilen, Ihre Konkurrenz Nr. 1hat bereits bezahlt. ..."

Die FLUXX AG lehnt derartige Forderungen grundsätzlich ab. Dassofortige Einschreiten der Netzwerkspezialisten von FLUXX und denkooperierenden Providern hat dazu geführt, dass die Attacken zügigisoliert und umgelenkt werden konnten. Bis alle eingeleitetenMaßnahmen vollständig greifen, kann es jedoch noch zu Einschränkungenin der Verfügbarkeit von jaxx.de kommen. Zwischenzeitlich wurden dasBundeskriminalamt sowie das Bundesamt für Sicherheit in derInformationstechnik (BSI) eingeschaltet, die intensiv an derVerfolgung der Täter arbeiten. Erste Spuren führen in die Ukraine.

In letzter Zeit haben sich vergleichbare Angriffe auf großeOnline-Angebote, darunter Google, Amazon oder Betfair, dramatischerhöht. "Immer häufiger werden bedeutende Internetunternehmen Opfersolcher Attacken", so Mathias Dahms. "Solche Angriffe und das hierinliegende Potenzial gefährden die innere Sicherheit unsererGesellschaft - hier muss die Politik aktiv werden. Wir werden dieStrafverfolgungsbehörden nach besten Kräften in der Ermittlung nachden Tätern unterstützen und sind sehr optimistisch, mit unserenErkenntnissen und technischen Möglichkeiten hierzu erfolgreichbeitragen zu können. Darüber hinaus setzt die FLUXX AG eine Belohnungin Höhe von 40.000 Euro auf sachdienliche Hinweise aus, die zurErgreifung der Täter führen."

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