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13-07-2005 Ukraine
Die Schwarzmeerflotte kann zum Stein des Anstoßes werden
Die russische Schwarzmeerflotte in der Ukraine kann in eine schwierige Lage geraten, wenn die Ukraine an ihrem Nato-Kurs festhält. Diese Meinung vertrat der Präsident der Akademie für geopolitische Probleme, Generaloberst Leonid Iwaschow, anlässlich der Militärübung "Das Schild des Friedens 2005", die im Rahmen des Nato-Programms "Partnerschaft für den Frieden" auf der ukrainischen Halbinsel Krim begann.

Die rechtlichen Aspekte der Stationierung der Schwarzmeerflotte seien zwar geregelt, sagte Iwaschow. "Aber es gibt auch offene Fragen, die nur mit gutem Willen gelöst werden können. Widrigenfalls können sie zu Kontroversen führen", sagte der Experte. "Die ukrainische Führung betreibt jetzt einen Kurs, der diese Meinungsverschiedenheiten in eine unüberwindliche Kluft verwandeln kann", sagte er. "De jure kann sich die Schwarzmeerflotte in der Ukraine bis 2017 verbleiben, aber die facto können sich dort solche Bedingungen entstehen, die ihre Präsenz unmöglich machen", so Iwaschow.

Wenn die Ukraine an ihrem Nato-Kurs festhält, gerät die russische Schwarmeerflotte in eine immer schwierigere Lage. Denn ein Nato-Betritt ist unmöglich, solange im Lande die russische Flotte stationiert ist", sagte der Politologe.

Er räumte eine Zuspitzung des Verhältnisses zwischen Russland und der Nato ein, wenn der anti-russische Kurs fortgesetzt wird und wenn Russland seinerseits durch außerordentliche Schritte die Lage weiter verschärft". "Als Ausweg bietet sich eine engere Wirtschaftskooperation mit der Ukraine an, gemeinsame Bedrohungen, gemeinsame Schritte gegen die Extremisten. Es gibt Potential für eine technische und kulturelle Zusammenarbeit", meinte Iwaschow.

Nach dem Zerfall der Sowjetunion befindet sich der Hauptstützpunkt der russischen Schwarzmeerflotte in Sewastopol (Krim, Ukraine). Russland hat das Gelände bis 2017 in Pacht genommen.(RIA)

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