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08-06-2005 Ukraine
Neftegas Ukrainy hat mit Gasprom höhere Lieferungen für 2005 vereinbart
Die nationale Aktiengesellschaft „Neftegas Ukrainy" teilte am Vortag mit, dass sie mit Gasprom eine Vereinbarung über die Erhöhung der Gaslieferungen an die Ukraine im laufenden Jahr auf 5 Milliarden Kubikmeter über jene 23 Milliarden hinaus erzielt hat, die á conto der Bezahlung des Transits des russischen Gases über ukrainisches Territorium geliefert werden.

Wie es in einer Mitteilung des Pressedienstes von „Neftegas Ukrainy" heißt, wurde diese Vereinbarung bei einem Treffen des Leiters der ukrainischen nationalen Aktiengesellschaft, Alexej Iwtschenko, und des Vorstandsvorsitzenden von Gasprom, Alexej Miller, am Dienstag in Moskau erzielt.

„Die ukrainische Seite sicherte der russischen zu, dass sie die Vertragsverpflichtungen beim Transit des russischen Gases in europäische Länder erfüllen wird", wird in der Mitteilung betont.

Die Seiten kamen überein, dass sie den Status des Internationalen Konsortiums zur Verwaltung und Entwicklung des Gastransportsystems der Ukraine nach der Bestimmung seiner neuen Aufgaben auf den nächsten Verhandlungen bestimmen werden.

Die Seiten beauftragten die Arbeitsgruppe, den Mechanismus der gegenseitigen Verrechnungen für das russische Gas zu perfektionieren, welches in den Vorjahren in unterirdische Speicher der Ukraine eingepumpt worden war, wird in der Mitteilung unterstrichen.

In den Verhandlungen schlug die russische Seite vor, zur Bezahlung der Leistungen für den Gastransit in europäische Länder in Geld überzugehen.

Die ukrainische Seite betonte die Notwendigkeit, die Bestimmungen des Abkommens über Transit des russischen Erdgases bis zum Jahre 2013 einzuhalten, wonach die Ukraine als Bezahlung für den Gastransit russisches Gas bezieht.

In den Jahren 2002-2004 bekam „Neftegas Ukrainy" von Gasprom jährlich 23 bis 26 Milliarden Kubikmeter Gas als Bezahlung. Der Preis des russischen Gases betrug 50 US-Dollar für 1000 Kubikmeter bei einem Gastransitsatz von 1,09 US-Dollar für 1000 Kubikmeter pro 100 Kilometer.

Indessen teilte früher eine Quelle mit, die in die Verhandlungen zwischen Alexej Miller und Alexej Iwtschenko eingeweiht ist, dass der Gaspreis für die Ukraine auf das 3-fache ansteigen und das Gastransportkonsortium wegen der Position Kiews liquidiert werden kann.

Dieser Quelle zufolge sei die Ukraine heute überhaupt nicht bereit, das Thema der Übergabe ihres Gastransportsystems an das Konsortium zu besprechen.

„Wie beim vorangegangenen Treffen festgestellt wurde, hat dieses Unternehmen keine Zukunft. Und man muss sich die Freiheit nehmen, das zuzugeben", fügte die Quelle hinzu.

Sie teilte auch mit, dass der Preis für die russischen Gaslieferungen an die Ukraine ab 2006 auf das 3-fache - auf 160 US-Dollar für 1000 Kubikmeter von 50 US-Dollar heute - ansteigen kann.

Außerdem, teilte die Quelle mit, erhält Gasprom von der Ukraine keine Antwort darauf, wohin 7,8 Milliarden Kubikmeter des in Aufbewahrung gegebenen Gases verschwanden. Eine solche Gasmenge befand sich nämlich in unterirdischen Speichern der Ukraine zu Beginn der Herbst-Winter-Saison 2004-2005. Entsprechend der Gasbilanz waren 3,5 Milliarden Kubikmeter für die Entnahme vorgesehen.

Vom 13. Oktober 2004 bis zum 22. März 2005 richtete Gasprom 40 Anträge über die Entnahme seines Gases aus ukrainischen Speichern an die ukrainische Seite für die Lieferungen nach den Exportverträgen. Aber keiner dieser Anträge wurde durch die ukrainische Seite erfüllt.

Beim Treffen bekräftigte die ukrainische Seite, dass es mit der Menge des russischen Gases in unterirdischen Speichern bestimmte Probleme gebe, betonte die Quelle.

„Indessen gibt es vorläufig keine deutliche Antwort, wohin das russische Gas aus ukrainischen unterirdischen Speichern verschwunden ist", sagte die Quelle und meinte: „Dann muss die ukrainische Seite dieses Gas bei Gasprom kaufen".(RIA)

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