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18-08-2004 Ukraine
Putin bezeichnet Beziehungen zwischen Russland und Ukraine als brüderlich
Der russische Präsident Wladimir Putin hat die Beziehungen zwischen Russland und der Ukraine als brüderlich bezeichnet. „Wir in jeder Familie haben wir Probleme, Gegensätze und Streitigkeiten.

Aber unsere Beziehungen haben einen brüderlichen Charakter", sagte Putin am Mittwoch auf einer Pressekonferenz bei einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Leonid Kutschma im russischen Schwarzmeer-Kurort Sotschi.

Auf seine Einschätzung der gegenwärtigen bilateralen Beziehungen im Vergleich zum Vorjahr und auf Aussichten für das nächste Jahr angesprochen, sagte Kutschma: „Wäre ich vor einem Jahr gefragt worden, hätte ich gesagt, dass sie (Beziehungen) wesentlich besser sind. Aber jetzt habe ich keine Worte, um diese Beziehungen einzuschätzen. Man sieht alles an mir."

„Jetzt können wir über alles sprechen. Aber ich würde lieber nicht kommentieren, was in einem Jahr passiert", sagte Kutschma. (Seine Vollmachten als Präsident der Ukraine laufen in diesem Jahr ab - Anm. von RIA Nowosti).

Kutschma brachte die Überzeugung zum Ausdruck, dass das vorhandene Fundament der Beziehungen und ihre Strategie nicht mehr geändert werden könnten. „Man darf nicht von einer Seiter zur anderen pendeln, da könnte man die Wirbelsäule beschädigen. Aber sich umzusehen ist erlaubt und sogar erwünscht."

Darauf schlug Putin vor, das Wort dem ukrainischen Ministerpräsidenten Viktor Janukowitsch zu geben, der einer der Kandidaten für das höchste Amt in der Ukraine ist.

Janukowitsch sagte, er habe vor kurzem auf dem heiligen Athos-Berg in Griechenland geweilt. „Dort gab es viele Geistliche, darunter Metropolit Pantelejmon der ganz Ukraine. Der Klostervorsteher fragte ihn, wie sich die russisch-ukrainischen Beziehungen entwickeln und welche Zukunft sie haben. Sie sehen, sagte der Metropolit, dass hierher der ukrainische Regierungschef gekommen ist, um zu beten, damit unsere Völker mehr Gutes erhalten und die Beziehungen zwischen Russland und der Ukraine ruhig und tief sind wie ein großer Fluss. Ich stimme diesen Worten nur zu", sagte der Ministerpräsident.

Während ihres Treffens in Sotschi hatten sich Kutschma und Putin am Mittwoch für die Schaffung einheitlicher Grenzübergangspunkte zwischen Russland und der Ukraine ausgesprochen. Ein entsprechender Vorschlag wurde von Kutschma unterbreitet. Das werde es nach seinen Worten gestatten, Grenzformalitäten für Menschen und Güter zu vereinfachen.

Putin unterstützte den Vorschlag. „Russland ist an der Realisierung dieses Vorschlags interessiert, weil er den Interessen Russlands und der Ukraine Rechnung tragen wird", sagte der russische Staatschef.

Die Präsidenten beauftragten ferner ihre Regierungschefs, eine Sitzung der zuständigen Expertenkommission einzuberufen, um Probleme des freien Handels zu lösen.

„Es ist gegenüber Menschen peinlich, dass das Passieren der Grenze mit Schwierigkeiten einhergeht. Das ist unsere Schuld - der Präsidenten und der Regierungen. Wir schlagen vor, uns an den Verhandlungstisch zu setzen und das Problem der Vereinfachung der Grenzformalitäten zu lösen", sagte der ukrainische Präsident.

Putin sprach sich dafür aus, dass an der Kommission auch die Ministerpräsident beider Länder teilnehmen. „Es ist erforderlich, das Niveau dieser Kommission zu heben", meinte der russische Präsident. (RIA)

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