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23-05-2005 Ukraine
Russische Unternehmen nicht an der Ölkrise in der Ukraine schuld
Der Erste Stellvertreter des Regierungschefs der Ukraine, Anatoli Kinach, entschuldigte sich am Montag vor den russischen Industriellen und Unternehmern, die in der Ölindustrie in der Ukraine engagiert sind.

"Ich entschuldige mich für die Regierung des Landes, für die schroffen Erklärungen einer Reihe von Amtspersonen, die auf der Höhe der Erdölkrise abgegeben wurden", erklärte Kinach bei einem Treffen mit russischen Unternehmern.

Kiew beschuldigte russische Unternehmen für die Erdölkrise, die in der Republik ausbrach, warf ihnen eine Kartellabsprache vor und machte sie für den rapiden Anstieg der Benzinpreise verantwortlich (im Ergebnis kostet das Benzin heute doppelt soviel wie in Russland).

Wie Kinach sagte, "sind gegenwärtig Formen zur Lösung der Prebleme bei der Regulierung des Marktes der Erdölprodukte gefunden worden".

"Die russischen Unternehmen, wie zum Beispiel Lukoil, TNK ("Tjumenskaja neftjanaja kompanija"), Tatneft und andere, sahen, wie kompliziert die Lösung dieses Problems war", betonte Kinach. Er machte seine Gesprächspartner auf eine Erklärung des Präsidenten der Ukraine, Viktor Juschtschenko, aufmerksam, aus der eindeutig erfolgt, dass bei der Lösung dieses Problems von nicht marktwirtschaftlichen, administrativen oder gewaltsamen Methoden keine Rede sein könne.

"Die Macht muss einen ständigen und gleichberechtigten Dialog mit dem Unternehmertum führen, und dies nicht nur in einer Krisensituation wie der gegenwärtigen", sagte Kinach.

Es sei, setzte er fort, schon "notwendig, an ein 10-jähriges russisch-ukrainisches Abkommen über den Öltransport über das ukrainische Territorium zu denken".

Der Erste Stellvertreter des Ministerpräsidenten der Ukraine erinnerte daran, dass von den 75 Milliarden Kubikmetern Erdgas, die die Ukraine alljährlich benötige, im Inland nur rund 20 Milliarden Kubikmeter gewonnen würden. Die Ukraine brauche, führte er weiter aus, 20 bis 24 Millionen Tonnen Erdöl jährlich, im Lande aber würden lediglich 3 Millionen Tonnen Erdöl mit Gaskondensat gefördert.

"Alle Energieträger werden in die Ukraine (hauptsächlich aus Russland sowie aus Turkmenien über russische Rohrleitungen) eingeführt. Und wir sehen die energetische Sicherheit der Ukraine in der Energieeinsparung sowie in der Diversifizierung und der Schaffung der Bedingungen eines zivilisierten Marktes", sagte Kinach. (RIA)

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