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11-05-2005 Ukraine
Ukraine will Imitate russischer Militärtechnik vermarkten
Die Ukraine versucht, Flugtrainer für russische Kampfflugzeuge und -hubschrauber auf die Weltmärkte zu bringen. Wassili Wastschenko, Direktor des Instituts für automatisierte Systeme der Nationalen Wissenschaftsakademie der Ukraine, teilte mit, seine Institution erschließe "aktiv die ausländischen Märkte für zukunftsreiche hochtechnologische Entwicklungsprodukte militärischer und doppelter Bestimmung", schreibt die Wirtschaftstageszeitung "Bisnes" am Mittwoch.

Nach seinen Worten handelt es sich um eine breite Palette von elektronischen Trainingsmodulen der Luftfahrttechnik, u. a. um ein Trainingsmodul für den Jagdbomber Su-27, der für die VR China entwickelt wird. Auch Trainingsmodule des Jagdflugzeugs MiG-29 wie auch für die Hubschrauber Mi-2, Mi-8 (Mi-17) und Mi-24 hätten nach seiner Auffassung gute Marktperspektiven. "Neben den Chinesen zeigen auch Deutsche und Amerikaner Interesse für uns", sagte Wastschenko.

Russische Analytiker und Experten äußern sich skeptisch über die Qualität der ukrainischen Erzeugnisse. "Ohne Teilnahme der Konstrukteure der Flugapparate kann von einer niveauvollen Ausbildung der Piloten und des technischen Personals an diesen Trainingsapparaten keine Rede sein", erklärte Juri Andrianow, ehemaliger Generaldirektor der Moskauer Hubschrauberfabrik "Mil". "All das sind Spielzeuge und Imitationen, auch wenn sie rein äußerlich überzeugend wirken mögen."

"Wenn die Produktion von Trainingsgeräten selbst bei uns in Russland schwach entwickelt ist, wie kann in der Ukraine, wo wesentlich weniger Geld dafür zur Verfügung steht, ein Qualitätsprodukt dieser Art entstehen?", so Ruslan Puchow, Direktor des Zentrums für Strategien- und Technologienanalyse. "Bei der Aufnahme der Serienproduktion solcher Apparate werden unweigerlich Probleme auftreten."

"Die Ukrainer verstehen es sehr gut, für sich auf Kosten Russlands zu werben", fügte Puchow hinzu. "So haben sie die Maschinenpistole des Typs Wepr‚entwickelt': Sie haben einfach die Kalaschnikow-MPi genommen, diese in vollem Umfang kopiert und unter einer neuen Handelsmarke auf den Markt gebracht. Von der Entwicklung eines Trainingsapparats in der Ukraine bis zu dessen Verkauf liegt ein Schritt, der ewig lang ist." (RIA)

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