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15-04-2005 Ukraine
Timoschenko: In den Beziehungen zwischen der Ukraine und Russland ist kein Platz für Anachronismen
Es ist an der Zeit, sich in den bilateralen Beziehungen zwischen der Ukraine und Russland vom Komplex der "Zweitrangigkeit" zu befreien, meint die Premierministerin der Ukraine, Julia Timoschenko.

"Ich wünsche mir, dass Russland sich gegenüber der Ukraine nicht wie zu dem `kleinen Bruder` verhält, sondern wie zu einem gleichberechtigten Partner und dass es unsere Politiker und unser Land achtet", erklärte Julia Timoschenko am Freitag in einem Interview für die ukrainische Redaktion von BBC.

"Ich verstehe, dass die politische Elite Russlands sich daran gewöhnt hat, die Spitzenpolitiker der Ukraine in der Rolle des `kleinen Bruders` zu sehen. Ich möchte, dass es so etwas in der neuen Etappe der Beziehungen zwischen der Ukraine und Russland nicht mehr gibt", sagte Julia Timoschenko. "Wir müssen es lernen, uns gegenseitig zu achten", unterstrich sie.

Auf den verschobenen Moskau-Besuch eingehend, stellte sie fest, dass er "für eine sehr heiße Phase geplant war, nämlich für die Zeit der Frühjahrsbestellung in der Ukraine". Und deshalb sei es für sie "sehr wichtig, zu diesem Zeitpunkt zu Hause zu bleiben".

"Wir haben im Zusammenhang mit der Reform des Landes und mit dem heftigen Preisanstieg auf den Ölmärkten gegenwärtig viel in der Ukraine zu tun. In einer solchen Zeit muss der Premierminister natürlich an seinem Platz sein", schloss Julia Timoschenko.

Wie der Sprecher des russischen Außenministeriums, Alexander Jakowenko, unterdessen am Vortag erklärt hatte, erwartet Moskau von der ukrainischen Seite Terminvorschläge für den Besuch der Premierministerin der Ukraine, Julia Timoschenko, in Russland.

"In Moskau wird der Besuch der Premierministerin der Ukraine erwartet. Wir gehen davon aus, dass sich die Ukraine schon bald hinsichtlich des neuen Termins festlegt und ihre Vorschläge dazu unterbreitet", sagte Alexander Jakowenko.

Der Besuch der ukrainischen Regierungschefin, auf den 15. - 16 April festgelegt, war auf Bitte von Julia Timoschenko verschoben worden. (RIA)

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