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13-04-2005 Ukraine
Russlands Außenminister sieht keine Hindernisse für Moskau-Besuch Julija Timoschenkos
Russlands Außenminister Sergej Lawrow sieht keine Hindernisse für den Moskau-Besuch der ukrainischen Premierministerin Julija Timoschenko.

„Irgendwelche Hindernisse für den Russland-Besuch der ukrainischen Premierministerin gibt es nicht. Wir sind zu einer umfassenden Zusammenarbeit bereit", antwortete der Minister auf eine Frage von Journalisten, ob irgendwelche Faktoren den Besuch Timoschenkos in der Russischen Föderation verhindern.

Wie Lawrow sagte, werde im Zuge des bevorstehenden Besuches Timoschenkos der Dialog fortgesetzt, den die Präsidenten beider Länder begonnen hatten. Besondere Aufmerksamkeit werde man der Wirtschaftskooperation schenken, fügte der Minister hinzu.

„Hier gibt es viele Fragen, beispielsweise zum Einheitlichen Wirtschaftsraum sowie zu Erdöl- und Erdgaswirtschaft. Wir erwarten aktivere Verhandlungen über die Stützpunkte der russischen Flotte am Schwarzen Meer", sagte Lawrow.

Der Moskau-Besuch Timoschenkos war für den 15. - 16. April geplant.

Später hieß es, der Besuch der Premierministerin der Ukraine in der Russischen Föderation sei aufgeschoben, obwohl eine offizielle Bestätigung dieser Information vorläufig fehlt.

„Diese Information kommentieren wir nicht", sagte man gegenüber der RIA Nowosti im Pressedienst der ukrainischen Premierministerin.

Der Volksabgeordnete Wladimir Bondarenko, Ex-Leiter des Kiewer Wahlstabes des Blocks „Unsere Ukraine", äußerte in einem RIA-Nowosti-Gespräch die Meinung, dass der Aufschub des Moskau-Besuches Timoschenkos mit innerukrainischen Problemen zusammenhängen könne, die ihre Anwesenheit im Lande erfordern.

Unter anderem könne das, so der Abgeordnete, mit der Situation auf dem ukrainischen Markt für Erdölprodukte zusammenhängen.

Einige Experten schließen es nicht aus, dass eine der Ursachen die Äußerungen des Generalstaatsanwalts der Russischen Föderation, Wladimir Ustinow, werden konnte.

Am Vortage erklärte er im Föderationsrat, dass nach Timoschenko nach wie vor international gefahndet werde.

„Das durch die Militäroberstaatsanwaltschaft gegen die Premierministerin der Ukraine, Julija Timoschenko, eingeleitete Verfahren ist nicht eingestellt. Nach ihr wird nach wie vor gefahndet", sagte Ustinow.

„Was die Ankunft der ukrainischen Premierministerin betrifft, so wird sie in Übereinstimmung mit dem Protokoll und internationalen Normen verwirklicht", erklärte der Generalstaatsanwalt der Russischen Föderation. (RIA)

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