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10-03-2005 Ukraine
Ukrainischer Ex-Präsident Kutschma in Journalisten-Mordfall als Zeuge vernommen
Der ehemalige ukrainische Präsident Leonid Kutschma ist als Zeuge im Fall des Mordes an dem regierungskritischen Journalisten Georgi Gongadse im Jahr 2000 von der Generalstaatsanwaltschaft in Kiew vernommen worden.

Das teilte der ukrainische Fernsehsender ICTV am Donnerstag mit. „Die Vernehmung dauerte ziemlich lange", sagte der Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft, Wjatscheslaw Ostapow. Kutschma sei selber zur Vernehmeung gekommen.

Unbekannt sei, ob der Ex-Präsident auch wegen des Todes des früheren Innenministers Juri Krawtschenko vernommen wurde, der am vergangenen Freitag in seiner Datsche mit zwei Schusswunden aufgefunden worden war, teilte die Nachrichtenagentur Nowosti-Ukraina mit.

Der Chefredakteur der oppositionellen Internetzeitung „Ukrainska Prawda", Georgi Gongadse, war am 16. September 2000 in Kiew verschwunden. Eingeleitet wurde ein Strafverfahren, wobei gleichzeitig „wegen Verschwindens und Mordes" ermittelt wurde.

Anfang November 2000 wurde in einem Wald bei Kiew eine enthauptete Leiche entdeckt. Nach detaillierter Untersuchung durch einheimische und ausländische Experten gelangten die Behörden zu dem Schluss, dass es sich höchstwahrscheinlich um Gongadses Leiche handelte.

Am 28. November 2000 gab der Chef der Parlamentsfraktion der Sozialistischen Partei der Ukraine, Alexander Moros, in der Werchowna Rada den Inhalt von Tonbandaufzeichnungen bekannt, die angeblich im Arbeitszimmer von Präsident Kutschma von dessen Leibwächter Nikolai Melnitschenko gemacht worden waren. Menschen mit Stimmen wie Kutschmas, des Chefs der Präsidialverwaltung, Wladimir Litwin, des Innenministers Juri Krawtschenko und des Sicherheitschefs Leonid Derkatsch hätten Gongadses Tätigkeit erörtert.

Im ukrainischen Parlament wurde eine spezielle Untersuchungskommission ins Leben gerufen, die die Umstände der Ermordung des Journalisten klären sollte. Dem Gremium steht Abgeordneter Grigori Omeltschenko vor. (RIA)

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