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09-03-2005 Ukraine
Juschtschenko drängt im Bundestag auf EU-Mitgliedschaft der Ukraine
Bei seiner Rede vor dem deutschen Bundestag hat der ukrainische Präsident Viktor Juschtschenko erneut auf eine Mitgliedschaft in der Europäischen Union gedrängt.

"Ich sehe die Ukraine im geeinten Europa, in nicht allzu weit entfernter Zukunft", sagte Juschtschenko in seiner Rede vor dem voll besetzten Plenum des Deutschen Bundestages. Er dankte den deutschen Abgeordneten stellvertretend für die Unterstützung, die Deutschland der Ukraine während der "Orangenen Revolution" im Dezember gezeigt habe. "Ich möchte die Sympathien der Deutschen für die Ukraine in eine Unterstützung unseres Strebens hinein in das geeinte Europa umwandeln", sagte Juschtschenko. Die Ukraine habe einen "Fahrplan" für die Europäische Union und hoffe, bis 2007 mit Beitrittsverhandlungen beginnen zu können.

Deutschland sagt der Ukraine Hilfe zu

Bundeskanzler Gerhard Schröder versprach dagegen lediglich, die Ukraine an "euro-atlantische Strukturen" heranzuführen. Zudem setze Berlin sich "selbstverständlich" dafür ein, dass die Ukraine Mitglied in der Welthandelsorganisation (WTO) werden könne.

Deutschland sei nach Russland der wichtigste Handelspartner für das osteuropäische Land, sagte Bundeskanzler Gerhard Schröder nach einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Viktor Juschtschenko in Berlin. Deutschland betrachte die Veränderungen in der Ukraine "mit großer Sympathie". Er habe mit Juschtschenko vereinbart, eine "neue Dynamik" in die Beziehungen der beiden Länder zu bringen.

Was einen Beitritt der ehemaligen Sowjetrepublik zur Europäischen Union angehe, halte er es trotzdem für "ganz falsch, wenn man sich an der EU-Kommission und am Rat vorbei auf irgendwelche Daten verständigen würde", sagte Schröder.

Die Bundesregierung wolle der Ukraine ein aufrichtiger Partner sein und habe ein wirkliches Interesse daran, eng mit dem Land zusammenzuarbeiten. Die EU hatte den Wunsch der Ukraine nach Beitrittsverhandlungen bislang eher zurückhaltend aufgenommen.

bei russland.RU
Schwerpunkt – Ukraine
Juschtschenko erklärte, Deutschland sei für die Ukraine "der Partner Nummer eins in Europa". In den wirtschaftlichen Beziehungen gebe es eine "feste, gute Grundlage", auf der die beiden Länder nun aufbauen wollten. Er gehe davon aus, dass der Ukraine noch in diesem Jahr der Status einer funktionierenden Marktwirtschaft zuerkannt werde und dass sie im Herbst der WTO beitreten werde.

Der Staatschef dankte Schröder ausdrücklich "für den herzlichen Empfang und die freundschaftliche Atmosphäre" und sagte, die Bundesrepublik habe eine große Bedeutung für sein Land.

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