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09-03-2005 Ukraine
Juschtschenkos Gesicht erlangt sein normales Aussehen in einigen Monaten wieder
Das Gesicht des Präsidenten der Ukraine, Viktor Juschtschenko, das infolge einer Dioxinvergiftung mit Akne bedeckt ist, erlangt sein normales Aussehen in einigen Monaten wieder.

Das erklärte der behandelnde Arzt der österreichischen Klinik Rudolfinerhaus, Nikolai Korpan, in einem Interview für den ukrainischen Fernsehsender "Studio 1 + 1".

"Ich als Fachmann denke, wie auch Fachdermatologen, dass Juschtschenkos Haut in einigen Monaten wieder ihr normales Aussehen annimmt. Aber einige Spuren werden etwas länger zu sehen sein", sagte Korpan. Er berief sich darauf, dass die Frist von einigen Monaten mathematisch begründet sei, doch könne sie sich theoretisch über fünf bis sieben Jahre hinziehen.

Der Arzt sagte gleichzeitig, dass die Schädigung der Gesichtshaut nur eine sichtbare Folge der Vergiftung sei. Sie sei so grundlegend geschädigt, dass niemand es wagen kann, den Zeitpunkt ihrer endgültigen Heilung vorauszusagen.

Korpan zufolge belegen die klinischen Analysen, dass der psychische und somatische Zustand des Präsidenten gut sei.

Der Arzt teilte außerdem mit, dass die Tatsache der Vergiftung Viktor Juschtschenkos durch das Forschungszentrum Münster bestätigt werde. Die Diagnose Dioxinvergiftung werde ihm zufolge von den Medizinern nicht bezweifelt. Korpan sagte, dass die offiziellen Unterlagen schon bald dem Justizministerium Österreichs übergeben und dann der Generalstaatsanwaltschaft der Ukraine zugestellt würden.

Er berichtete laut Fernsehsender, dass das Rudolfinerhaus Lothar Wicke vom Amt als Chefarzt entbunden habe, weil er mit seiner Erklärung, dass Juschtschenko nicht vergiftet wurde, eine PR-Kampagne organisiert habe.

Im September 2004 wurde Viktor Juschtschenko in der österreichischen Klinik Rudolfinerhaus mit einer Vergiftung hospitalisiert. Später hatte der Leiter seines Wahlstabes, Alexander Sintschenko, erklärt, Juschtschenko sei Gift verabreicht worden. Ausländische Spezialisten entdeckten in seinem Blut 2,3,7,8-Tetrachlordibenzo-p-dioxin (TCDD) in einer Konzentration, die die zulässige Dosis um das 6000-fache übertraf. Wegen Vergiftung wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. (RIA)

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