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04-03-2005 Ukraine
Ex-Innenminister der Ukraine wählte den Freitod
Juri Krawtschenko, Ex-Innenminister der Ukraine, habe vermutlich Selbstmord begangen, wurde im Pressedienst des Innenministeriums der Ukraine mitgeteilt.

"Krawtschenkos Leiche wurde heute morgen auf seiner Datsche gefunden", sagte ein Vertreter des Pressedienstes.

In der Generalstaatsanwaltschaft der Ukraine wurde der RIA Nowosti ebenfalls erklärt, Krawtschenko habe laut vorläufigen Angaben Selbstmord begangen.

Seine Datsche liegt in einem elitären Teil des Kiewer Vorortes Kontsche-Saspa.

Im Pressedienst des Sicherheitsdienstes der Ukraine konnte die RIA Nowosti erfahren, dass sich der Chef des Sicherheitsdienstes der Ukraine, Alexander Turtschinow, an den Ort der Tragödie begeben habe.

Am Freitag hätte Krawtschenko, wie der Generalstaatsanwalt der Ukraine, Swjatoslaw Piskun, früher vor Journalisten erklärte, in der Staatsanwaltschaft Aussagen zum "Fall Gongadse" machen sollen.

Juri Fjodorowitsch Krawtschenko wurde am 5. März 1951 in der Stadt Alexandrija, Gebiet Kirowograd, Ukraine, geboren.

Ab 1974 war er in den Organen des Innenministeriums tätig.

1989 - 1992 Leiter der Verwaltung für innere Angelegenheiten des Gebietes Kirowograd. 1992 - 1994 stellvertretender Innenminister und Leiter der Kriminalmiliz der Ukraine, 1994 - 1995 Vorsitzender des Staatlichen Zollkomitees der Ukraine.

Von Juli 1995 bis 2001 war er Innenminister der Ukraine.

Krawtschenko hat seine Ehefrau und zwei Töchter hinterlassen.

Der Präsident der Ukraine, Viktor Juschtschenko, beauftragte den Generalstaatsanwalt und den Innenminister des Landes, Juri Luzenko, die Untersuchung des Todes von Krawtschenko unter ihre persönliche Kontrolle zu nehmen. Viktor Juschtschenko glaubt, dass dieser Tod mit der Untersuchung der Ermordung des Journalisten Georgi Gongadse zusammenhängen könne. "Der Präsident der Ukraine ist der Ansicht, dass der Tod von Ex-Innenminister Juri Krawtschenko im Zusammenhang mit der Untersuchung des Falls Georgi Gongadse stehen kann. Viktor Juschtschenko verlangt, dass die Untersuchung des ‚Falls Gongadse' professionell, transparent und im Rahmen des Gesetzes erfolge", heißt es in einer Mitteilung von Juschtschenkos Pressedienst. (RIA)

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