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28-10-2004 Ukraine
Russlands Präsident vor Wahlen bei Militärparade in Kiew
Wenige Tage vor der ukrainischen Präsidentenwahl ist Russlands Präsident Wladimir Putin am Donnerstag demonstrativ an der Seite des pro-russischen Kandidaten Viktor Janukowitsch aufgetreten. Putin nahm mit Janukowitsch, der zurzeit ukrainischer Ministerpräsident ist, und dem amtierenden Präsidenten Leonid Kutschma an einer Militärparade teil.

Anlass der Feier in der ukrainischen Hauptstadt Kiew war das 60. Jubiläum der Befreiung der Ukraine von der Nazi-Besatzung.
Bei der Wahl am Sonntag tritt Janukowitsch gegen Oppositionsführer Viktor Juschtschenko an, der vor allem von westlich und nationalistisch orientierten Kreisen in der Ukraine unterstützt wird.

Putin strebt dagegen eine weitere enge Bindung der Ukraine an Russland an. Der Präsident ist deshalb zu einem dreitägigen Besuch in das Land gekommen, zeigt sich an Janukowitschs Seite bei Fernsehauftritten und lobte unter anderem die wirtschaftliche Entwicklung im Nachbarland. An der Militärparade nahmen außer dem aserbaidschanischen Präsidenten Ilham Alijew keine weiteren Vertreter ehemaliger Sowjetrepubliken teil.
Weißrusslands Präsident Alexander Lukaschenko hatte am Mittwoch noch an der Eröffnung der Jubiläumsfeiern teilgenommen, war aber aus ungenannten Gründen bei der Militärparade nicht anwesend.

Unabhängigen Meinungsumfragen zufolge liegt Juschtschenko bisher knapp vor dem Regierungschef. Der scheidende Präsident Leonid Kutschma regiert die frühere Sowjetrepublik seit 1994 mit harter Hand. Immer wieder wurden ihm Verletzungen der Pressefreiheit und Menschenrechtsvergehen vorgeworfen. Seine Regierung ist in zahlreiche Skandale verwickelt. Beobachter kritisieren, dass Juschtschenko in seinem Wahlkampf immer wieder behindert wird. Die USA und die EU drückten ihre Besorgnis aus, die Regierung in Kiew gewähre Juschtschenko nicht genügend Präsenz in den Medien.

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