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10-02-2005 Ukraine
Beresowskis Ukraine-Besuch - eine Festigkeitsprobe für ihre neue Macht
Stanislaw Belkowski, Präsident des Instituts für nationale Strategie, sagt, dass der für 2005 angesetzte Besuch Boris Beresowskis, dessen Auslieferung die Generalstaatsanwaltschaft der Russischen Föderation seit mehreren Jahren von London fordert, sich zu einer Festigkeitsprobe für die neue ukrainische Macht gestalten werde.

"Die größte Notstandssituation für die Ukraine ist ein Besuch von Beresowski", sagte Belkowski auf einer Pressekonferenz in der RIA Nowosti.

Gerade deshalb sei in der Regierung Timoschenko das Notstandsministerium David Schwanija zugefallen, meint der Experte und nennt den Minister "den Hauptpartner Beresowskis in der Ukraine".

Beresowski, der sich in den letzten Jahren in London aufhält, erklärte vor kurzem, er wolle in die Ukraine ausreisen, um der Heimat näher zu sein.

"Boris Abramowitsch hat einen starken Wunsch, in die Ukraine zu kommen, und ich denke, er wird auch kommen", meint Belkowski.

Zugleich werde, glaubt er, "die neue ukrainische Macht alles tun, um diesen Besuch aufzuschieben und zu verkürzen, weiß sie doch, dass er den Kreml wütend machen wird".

Beresowski sei, schätzt der Experte, in dem an die Russische Föderation anstoßenden Land in den nächsten vier bis sechs Wochen zu erwarten, aber in Wirklichkeit sei es wohl kaum möglich, dass er tatsächlich beabsichtige, in der Ukraine ständig zu leben.

"Ich denke, er wird dort schon auftauchen, aber nur für ein paar Tage: Für ihn kommt es weit mehr auf das signifikante Kapital dieses Besuches als auf die Dauer des Aufenthalts an", meint Belkowski.

"Als Beresowski vor zwei Jahren Georgien unter dem Namen Platon Jelenin besuchte, zog das eine offizielle Protestnote des russischen Außenministeriums nach sich und verursachte eine Spannung zwischen Moskau und Tbilissi. (RIA)

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