russland.RU berichtet in Wort und Bild aus Russland und über Russland. Ungebunden, unabhängig und überparteilich. Ohne Vorurteile und Stereotypen versucht russland.RU Hintergründe und Informationen zu liefern um Russland, die Russen und das Leben in Russland verständlicher zu machen. Da wo die großen Verlage und Medienanstalten aufhören fängt russland.RU an.


Archiv:
2003   2004   2005   2006   2007   2008   2009   2010   2011   2012   2013


05-02-2005 Ukraine
Einstellung der russischen Bürger zur Ukraine verschlechtert sich
Nach Abschluss der "Orange Revolution" und nach der Wahl von Viktor Juschtschenko als Präsident hat sich die Einstellung der russischen Bürger zur Ukraine etwas verschlechtert:

Sprachen vor zwei Monaten 68 Prozent der russischen Bürger von einer unverändert positiven Einstellung zu diesem Land, sind es heute nur noch 60 Prozent.

Das ergab eine repräsentative Umfrage von Bürgern in 100 Ortschaften aus 44 Gebieten, Regionen und Republiken Russlands, die am 29. und 30. Januar 2005 an ihren Wohnorten in Form von Interviews durchgeführt wurde. Daran waren 1 500 Respondenten beteiligt. Zusätzlich wurden 600 erwachsene Moskauer befragt. Die statistischen Fehler dürften hierbei höchstens 3,6 Prozent betragen.

Trotz alledem ist jeder zweite Teilnehmer der Umfrage sicher, dass sich zwischen Russland und der Ukraine gute Beziehungen angebahnt haben (nur 21 Prozent sind der entgegengesetzten Meinung). Wie bislang sind 27 Prozent der Ansicht, dass die Ukraine eher eine Annäherung an Russland anstrebt als an den Westen.

Was den neugewählten Präsidenten anbetrifft, so erscheint er den russischen Bürgern meistens in einem negativen Licht: Eine ablehnende Haltung gegen Juschtschenko wurde von den Respondenten etwa doppelt so oft geäußert, wie eine positive Haltung zu ihm (jeweils 27 und 13 Prozent). Viele betrachten den Wahlsieg Juschtschenkos als nicht ganz fair.

In Beantwortung der Frage: "Warum hat Viktor Juschtschenko bei den Präsidentenwahlen siegen können?" meinte ein Drittel der Befragten, Juschtschenko habe dank bedeutenden Finanzspritzen, darunter auch aus dem Westen, (21 Prozent) oder durch unfaire Methoden der Wahlkampagne (elf Prozent) ins Präsidentenamt gelangen können. Nur insgesamt 16 Prozent der Teilnehmer der Meinungsforschung werten den Sieg Juschtschenkos als verdient, der dank der Unterstützung der Bevölkerung, dank einer guten Agitation und dank eines guten Wahlprogramms errungen worden sei. (RIA)

Archiv:
2003   2004   2005   2006   2007   2008   2009   2010   2011   2012   2013