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29-01-2005 Ukraine
Beresowski plant nach Führungswechsel Umzug in die Ukraine
Der im Londoner Exil lebende russische Finanzmagnat Boris Beresowski plant nach dem Führungswechsel in Kiew einen Umzug in die Ukraine.

Er kündige "offiziell" seinen Plan an, in die Ukraine umzuziehen und hoffe, dies "in ein paar Monaten" tun zu können, sagte der von Russland per internationalem Haftbefehl gesuchte Geschäftsmann in einem am Samstag veröffentlichten Interview mit der russischen Online-Zeitung "Gazeta.ru". "Ich wurde ins Exil getrieben. Und jetzt möchte ich in einer Umgebung leben, in der ich aufgewachsen bin, näher an Moskau und der Kultur, in die ich hineingeboren wurde", sagte der Milliardär. Er äußerte seine Gewissheit, von der neuen ukrainischen Führung unter dem pro-westlichen Präsidenten Viktor Juschtschenko nicht an Russland ausgeliefert zu werden.

Die Ukraine könne sich entscheiden, ob sie ihn "unter Verletzung der Genfer Konventionen" an Moskau übergeben wolle oder ob sie Juschtschenkos Versprechen zum Aufbau eines demokratischen Staates wahr machen wolle, sagte Bereswoski in dem Interview. Er wolle aber nicht mit Juschtschenko oder dessen designierter Ministerpräsidentin Julia Timoschenko verhandeln, sondern diese "vor vollendete Tatsachen stellen".

Beresowski lebt seit Oktober 2001 in Großbritannien im Exil und sieht sich als Opfer politischer Verfolgung. In Russland wird er wegen angeblicher Betrugsgeschäfte und Verbindungen zur Mafia gesucht. Der einflussreiche Geschäftsmann hatte einst die Präsidentschaft von Wladimir Putin unterstützt, ist mittlerweile jedoch zum erbitterten Gegner des Staatschefs geworden.

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