russland.RU berichtet in Wort und Bild aus Russland und über Russland. Ungebunden, unabhängig und überparteilich. Ohne Vorurteile und Stereotypen versucht russland.RU Hintergründe und Informationen zu liefern um Russland, die Russen und das Leben in Russland verständlicher zu machen. Da wo die großen Verlage und Medienanstalten aufhören fängt russland.RU an.


Archiv:
2003   2004   2005   2006   2007   2008   2009   2010   2011   2012   2013


25-01-2005 Ukraine
Juschtschenko zufrieden mit seinem Dialog mit Putin
Der neue ukrainische Präsident, Viktor Juschtschenko, ist zufrieden mit seinem gestrigen Gespräch mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. Dies erklärte Juschtschenko auf einer Pressekonferenz in Moskau.

Auf die Frage von Journalisten, ob nach seinem Blitzbesuch in Moskau irgendwelche ungelöste Fragen geblieben seien, antwortete der ukrainische Staatschef: "Wir haben die meisten der Fragen erörtert, die zu den problematischen gehören".

Hierzu zählen Juschtschenko zufolge vor allem der Transit von russischen Energieträgern über das ukrainische Gebiet, der Aufbau des Einheitlichen Wirtschaftsraumes (Russland, Weißrussland, Ukraine und Kasachstan), die Beziehungen mit der EU, Probleme der Migration und des Kapitaltransfers.

"Ich bin mit dem Ablauf des Dialogs zufrieden", betonte Juschtschenko. Bei seiner Unterredung mit Wladimir Putin sei es gelungen, die Spannung abzubauen.

"Es ist nicht mehr wichtig, was vor 30 Tagen war, sondern was in fünf Jahren mit den bilateralen Beziehungen wird", erklärte der ukrainische Präsident.

Als "Episode" bezeichnete Juschtschenko die Geschehnisse, die sich bei den Präsidentenwahlen in der Ukraine ereigneten. Alle Fragen, die mit der Wahlkampagne verbunden seien, seien geklärt, informierte er.

Sein Ziel beim Aufbau der Beziehungen mit Russland sei "sehr einfach", sagte Juschtschenko: "Ich will die Beziehungen verbessern, aufrichtiger und transparenter machen. Ich weiß, dass es ihnen bisher an Aufrichtigkeit und Vertrauen mangelte".

Auch gute persönliche Beziehungen zwischen den Staatschefs hält Juschtschenko für wichtig. Ohne sie gebe es keine große Politik.

Sein Besuch in Russland zeuge von der Anerkennung der besonderen Bedeutung der Beziehungen beider Länder.

"Der Weg zu effektiven bilateralen Beziehungen liegt offenbar nicht im Bereich der Rhetorik, sondern er hängt von der Zahl der erfolgreichen Taten ab. Eine solche Politik wünsche ich mir in unseren bilateralen Beziehungen", merkte der ukrainische Präsident an.

Kiew werde den internationalen Verpflichtungen, welche die frühere ukrainische Führung eingegangen sei, nachkommen, versicherte er.

Die Zusammenarbeit der Ukraine im GUS-Rahmen dürfe jedoch das Land beim Vorankommen in Richtung EU und andere Märkte nicht hemmen, unterstrich Juschtschenko.

Der ukrainische Präsident kündigte eine Koalitionsregierung an. "Wir werden versuchen, eine Koalitionsregierung zu bilden, die vor allem Harmonie herbeiführen soll", so antwortete er auf die Frage von Journalisten, ob er seine Gegner zu der Arbeit in der Regierung heranziehen würde.

Hierbei betonte der ukrainische Präsident, dass es keine Konfrontation zwischen der Ost- und der Westukraine gebe.

In nächster Zeit werde er die östlichen Regionen des Landes bereisen, kündigte Juschtschenko an. "Ich bin ein Präsident, der in 18 Gebieten gesiegt hat. "Als Kutschma in zwölf Gebieten gesiegt hatte, hatte das niemand als Spaltung der Ukraine betrachtet", äußerte er. (RIA)

Archiv:
2003   2004   2005   2006   2007   2008   2009   2010   2011   2012   2013