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25-01-2005 Ukraine
Putin rechnet mit Entwicklung der Kooperation mit der Ukraine in der Gasindustrie
Der russische Präsident Wladimir Putin rechnet mit einer weiteren Entwicklung der Kooperation zwischen Russland und der Ukraine in der Gasindustrie.

„Im vergangenen Jahr hatte Russland mehr als 100 Milliarden Kubikmeter Gas an Westeuropa durch ukrainisches Gebiet geliefert. In diesem Jahr dürfte diese Zahl auf 112 Milliarden steigen", sagte Putin am Montag nach Abschluss von Verhandlungen mit dem neuen ukrainischen Präsidenten Viktor Juschtschenko in Moskau.

Das seien keine schlechten Zahlen. Russland rechne damit, diese Zusammenarbeit auch künftig zu erweitern, fügte Putin hinzu. „Wir haben von unseren ukrainischen Partnern gehört, dass sie gewillt sind, die Kontinuität der ukrainischen Politik gegenüber Russland zu wahren. Das betrifft auch die Gründung eines Gaskonsortiums", sagte der russische Präsident.

Seinerseits äußerte Juschtschenko die Ansicht, dass die Ukraine und Russland eine gemeinsame Politik zur Gestaltung des europäischen Energie-Marktes betreiben sollen. Dank der Einmaligkeit Russlands und auch dem Umstand, dass Russland einmalige Energiemöglichkeiten und die Ukraine einmalige Transitmöglichkeiten habe, arbeite das alles letztendlich für den westlichen Endverbraucher. „Russland und die Ukraine sollen bei der Schaffung des europäischen Energiemarktes gemeinsam handeln", betonte Juschtschenko.

„Die Regierungen Russlands und der Ukraine werden demnächst beauftragt, Vorschläge zur Aktivierung des Zusammenwirkens vorzubereiten", sagte Putin. „Während der Verhandlungen gab es kein einziges Thema, das wir nicht erörtert und bei dessen Diskussion wir uns nicht darauf verständigt hätten, dass ein Vorankommen not tut", betonte der russische Präsident.

Juschtschenko sprach sich dafür aus, dass die Beziehungen zwischen Kiew und Moskau bei der Schaffung des einheitlichen Wirtschaftsraumes zwischen Russland, Weißrussland, der Ukraine und Kasachstan „maximal formalisiert" werden sollen. „Wir lehnen den einheitlichen Wirtschaftsraum nicht ab, möchten aber erklären, dass wir uns von unseren nationalen Interessen werden leiten lassen. Wir haben unseren russischen Partnern erklärt, dass wir davon ausgehen, dass die dem einheitlichen Wirtschaftsraum zu Grunde liegenden Prinzipien der Ukraine bei der Erschließung anderer Märkte nicht im Wege stehen dürfen", betonte Juschtschenko. (RIA)

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