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18-01-2005 Ukraine
Timoschenko könnte zu Juschtschenko in Opposition gehen, wenn er sie nicht zum Premierminister ernennt
Julia Timoschenko behauptet, dass ihr in der Koalitionsvereinbarung der Kräfte, die Viktor Juschtschenko im Wahlkampf unterstützten, die Rolle des Premierministers zugestanden wurde.

Der gewählte Präsident erklärte jedoch kürzlich unter Verletzung der Absprachen, es sei nicht möglich, dass der neue Premierminister Geschäftsmann oder Parteichef ist.

"Ich bin Chef der Partei Batkiwtschina mit mehr als 200 000 Mitglieder. Ich kann mich nicht davon stehlen. Wenn ein formaler Vorwand gebraucht wird, um mir das Amt des Premierministers vorzuenthalten, dann findet man ihn. Wenn sich nur die Namen der Beamten verändern, das Wesen des Herrschaftssystems aber unverändert bleibt, dann gehen wir wieder in die Opposition", erklärte Julia Timoschenko in einem Interview für die Moskauer Zeitung Iswestija.

Timoschenko brachte ferner ihre Überzeugung zum Ausdruck, dass die Gesetzgeber, sollte dem Parlament ihre Kandidatur für das Amt des Premierministers vorgeschlagen werden, sie unterstützen. In diesem Fall ist sie bereit, in der Eigenschaft als Regierungschef nach Moskau zu fahren und den russischen Behörden die Hand zu reichen.

In der neuen Eigenschaft als Premierminister will Timoschenko alles tun, um die Beziehungen zwischen Moskau und der Ukraine zu verbessern.

"Russland und die Ukraine arbeiten eng in der Brennstoff- und Energiewirtschaft zusammen. Nun haben wir die Gelegenheit, den Handel auszubauen. Russland hat begriffen, dass die Ukraine selbst ihren Präsidenten wählt und einen Premierminister ernennt. Ich möchte, dass alle Schwierigkeiten in den Beziehungen zwischen Kiew und Moskau überwunden werden", sagte Timoschenko.

Dabei stellte sie fest, dass es keine Perspektiven hat, sie zur Geisel der russisch-ukrainischen Beziehungen zu machen. "Strafverfahren, die gegen mich in der Ukraine eingeleitet wurden, sind in sich zusammengestürzt. Die Ermittler hatten nichts gegen mich in der Hand. Und dennoch ging mir kürzlich die Information zu, dass die ukrainische Generalstaatsanwaltschaft erneut Material gegen mich zusammen trägt." (RIA)

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