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11-01-2005 Ukraine
Julija Timoschenko: wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Russland ist für die Ukraine vorrangig
Die Abgeordnete der Werchowna Rada (Parlament) der Ukraine, Julija Timoschenko, tritt für ein aktives Engagement des russischen Kapitals in der ukrainischen Wirtschaft auf und hält die wirtschaftliche Partnerschaft mit Russland für die nächsten Jahrzehnte für vorrangig.

"Wir wünschen nicht nur eine aktive Präsenz des russischen Kapitals in der Ukraine, sondern auch, dass es zu einem Garanten der stabilen wirtschaftlichen Allianz beider Länder wird", erklärte Timoschenko heute gegenüber der Zeitung "Wedomosti".

Wie die Politikerin meint, gehören beide Länder dem "einheitlichen geoökonomischen Raum" an, der nach dem Zerfall der Sowjetunion geblieben ist. Somit sind Russland und die Ukraine in den nächsten Jahrzehnten "verurteilt, vorrangige Partner zu sein".

Timoschenko schlägt vor, eine besondere Aufmerksamkeit den Fragen der Vereinigung der Rüstungsindustriekomplexe und der Systeme der militärtechnischen Zusammenarbeit zu schenken.

Auf die Perspektiven der Nato-Mitgliedschaft eingehend, erklärte engste Mitstreiterin des neu gewählten Präsidenten Viktor Juschtschenkos, dass die Ukraine der Nordallianz nur zusammen mit Russland beitreten wird.

"Ich schließe nicht aus, dass die Ukraine mittelfristig Nato-Mitglied werden kann, aber nur zusammen mit Russland. Mein Standpunkt ist: Die Ukraine und Russland dürfen nicht zu qualitativ verschiedenen, um so mehr zu einander feindlichen Verteidigungsräumen angehören", unterstrich Timoschenko.

Nach ihrer Meinung haben die Russische Föderation und die Ukraine gemeinsame Ziele in der Außenpolitik. "Mit der Zeit werden die Ukraine und Russland in das gemeinsame europäische Haus eintreten. Die Ukraine bewegt sich heute etwas schneller in Richtung einheitliches Europa. Sie kann Russland helfen, Schritt zu halten und vom strategisch gerechtfertigten Weg nicht abzuweichen", meint die ukrainische Abgeordnete.

Darüber hinaus unterstrich die Gesprächspartnerin derZeitung, dass die neue ukrainische Führung die Ausbildung in russischer Sprache, die russische Literatur, russische Theater und Medien unterstützen wird.

"Die russischsprachigen Einwohner der Ukraine sind ein untrennbarer Bestandteil der einheitlichen ukrainischen politischen Nation. Niemand darf ihr Recht beeinträchtigen, in der Muttersprache zu reden und zu denken. Es wird keine Zwangsassimilierung der Russen geben", beteuerte Timoschenko.

Timoschenko meint, dass sich die Machtübernahme durch Viktor Juschtschenko in der Ukraine für Russland und das russische Volk positiv auswirken wird. "Es ist kein Zufall, dass Präsident Juschtschenko seinen ersten Auslandsbesuch in Russland absolvieren will", fügte Timoschenko hinzu. (RIA)

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