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03-01-2005 Ukraine
Nichteinmischung in innere Angelegenheiten der Ukraine verhindert Gefahr eines Kalten Krieges
Die Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten der Ukraine ist eine Garantie für die Verhinderung eines Kalten Krieges. Diese Überzeugung äußerte Russlands Außenminister Sergej Lawrow in einem Interview, das in einer der führenden deutschen Zeitungen veröffentlicht wurde.

"Wenn wir auf den Positionen der Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten der Ukraine und der Respektierung des Rechtes des ukrainischen Volkes bleiben, selbst zu bestimmen, mit wem und wie es seine Beziehungen gestaltet, sehe ich keine Gefahr eines Kalten Krieges", betonte er.

Lawrow wies die Meinung zurück, Russland spreche mit dem Westen nach den jüngsten Ereignissen in der Ukraine mit "erhobener Stimme". "Unsererseits hat es keine erhobene Stimme gegeben. Es waren westliche Wahlbeobachter, die nach der Bekanntgabe der Ergebnisse des zweiten Wahlganges mit erhobener Stimme sprachen. Mit erhobener Stimme sprach die Opposition, die ihre Anhänger faktisch aufgerufen hatte, die staatlichen Gebäude und Institutionen zu blockieren", so der Minister.

Russland "betrachtet es als eine Leistung, dass ein Blutvergießen und eine Spaltung (der Ukraine) verhindert werden konnten", so Lawrow. "Unsererseits wurde niemals erklärt, dass wir nicht bereit wären, mit demjenigen zusammenzuarbeiten, der vom ukrainischen Volk gewählt wird."

Russlands Außenministerium "konnte die Erklärungen nicht ignorieren, die manche westliche und europäische Politiker in der Zeit zwischen der 1. und der 2. Wahlrunde in der Ukraine abgegeben hatten".

So hätte der Außenminister der Niederlande erklärt, die Ukraine müsse mit dem Westen zusammen gehen.

"Als ich nach meiner Einstellung zu derartigen Erklärungen gefragt wurde, sagte ich, dass mich diese verwundern, weil erstens niemand für die Ukraine entscheiden kann und zweitens, weil die Ukraine geographisch und geopolitisch sowohl mit der EU als auch mit Russland benachbart ist. Dem geeinten Europa würden Versuche kaum nutzen, die Ukraine von einem ihrer Nachbarn wegzureißen."

Russlands Außenamtschef verwies auf die enge Kooperation zwischen Unternehmen Russlands und der Ukraine sowie anderer GUS-Länder. Russland habe recht viel dafür unternommen, dass diese Länder wirklich selbständig und souverän würden, nachdem es die UdSSR nicht mehr gab.

"Wir respektieren ihre Souveränität und erkennen ihr Recht völlig an, sich selbst Partner zu wählen", betonte Lawrow. Natürlich können diejenigen, die bereit sein werden bzw. bereits jetzt bereit sind, mit uns eng zu kooperieren sowie freundschaftliche Bündnisverhältnisse zu entwickeln, mit einer privilegierten Entwicklung der Wirtschaftsbeziehungen, einschließlich der Lieferung von Energieträgern, rechnen", stellte der Außenminister fest. (RIA)

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