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29-12-2004 Ukraine
Russland muss Beziehungen mit der Ukraine aktiver entwickeln
Russland muss die Beziehungen mit der Ukraine aktiver entwickeln. Diese Meinung äußerte Sergej Markow, Direktor des Instituts für politische Studien, am Mittwoch in seiner Stellungnahme zu den Wahlergebnissen in der Ukraine.

Wie er sagte, "hatte Russland in der Ukraine zu wenig und inaktiv gehandelt und muss daraus die Lehren für sich ziehen". "Uns kann nicht gleichgültig sein, was in diesem Land passiert", sagte Markow. Man kann nicht umhin, zu sehen, dass ein Teil der Mannschaft Juschtschenkos eine "Gefahr für die russisch-ukrainischen Beziehungen in sich trägt".

"Von den Gesprächen mit der ukrainischen Elite in den Wandelgängen müssen wir zu einem umfassenden Zusammenwirken und zur Anbahnung eines Dialogs zwischen den Gesellschaften Russlands und der Ukraine übergehen", sagte der Politologe. Seiner Meinung nach gibt es drei Kategorien der Bevölkerung, die für Juschtschenko gestimmt haben und die Russland "verpasst" hat. Das sind die Intelligenz, die Jugendlichen und die Journalisten. "Es kommt nicht darauf an, dass der Westen sie bestochen hat. Der Westen hat einfach Jugend- und Lehrprogramme in der Ukraine finanziert, was Russland nicht getan hat", sagte Markow.

"Wir brauchen uns nicht zu verstecken. Russland ist bis heute in der Ukraine populär. Wir haben eine tausendjährige gemeinsame Geschichte, eine gemeinsame Kultur und eine nahe Mentalität. Wichtig ist aber, dass die Ukrainer selbst nicht wollen, dass wir aus der Ukraine gehen", schlussfolgerte Sergej Markow.

Der Präsident des Instituts für nationale Strategie, Stanislaw Belkowski, äußerte seinerseits die Meinung, dass die "Bewegung der Ukraine zur NATO hin unweigerlich ist". Wie er sagte, habe Russland nur noch fünf bis sieben Jahre, die die russisch-ukrainischen Beziehungen bestimmen werden. "Wenn wir den Moment verpassen, so wird der Weggang der Ukraine von Russland fortgesetzt und unvermeidlich sein", betonte Belkowski. (RIA)

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