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28-12-2004 Ukraine
Juschtschenko will erste Amtsreise nach Russland unternehmen - Staatsanwaltschaft ermittelt nach Minister-Tod
Der künftige ukrainische Präsident Viktor Juschtschenko will seinen ersten Auslandsbesuch nach Amtsantritt in Russland absolvieren. "Ich werde zuerst nach Moskau gehen, sehr wahrscheinlich", sagte Juschtschenko der russischen Tageszeitung "Iswestija" (Dienstagausgabe). In den beiderseitigen Beziehungen müsse nun eine neue Seite aufgeschlagen werden, wenn beide Staaten befreundet sein wollten.

Er sei bereit, zu vergessen, dass Moskau "voll" gewesen sei mit Plakaten seines Rivalen Viktor Janukowitsch, fügte er hinzu. Juschtschenko hatte bereits vor den Wahlen einmal angekündigt, im Falle eines Sieges zunächst nach Moskau reisen zu wollen.

Dennoch betonte Juschtschenko, die aktive russische Wahlkampfhilfe für seinen Kontrahenten werde eine Belastung für das ukrainisch-russische Verhältnis bleiben: "Das ist eine ernsthafte Wunde für Millionen von Ukrainern."
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Schwerpunkt – Ukraine


Über dieses Thema wird im Russland - Politikforum diskutiert - Gefährliches Zündeln in der Ukraine
Es werde "mehr als nur einen Monat" dauern, die Beziehungen zu Moskau wieder in Ordnung zu bringen. Russland sei gleichwohl "unser enger Nachbar, unser strategischer Partner". Das Interesse der Ukraine für westliche Märkte widerspreche nicht dem Verhältnis zu Moskau, ergänzte Juschtschenko gegenüber der Tageszeitung "Rossiskaja Gaseta".

Nach dem mysteriösen Tod des ukrainischen Verkehrsministers Heorhij Kirpa hat die ukrainische Generalstaatsanwaltschaft unterdessen ein Ermittlungsverfahren wegen "erzwungenen Selbstmords" eingeleitet. Kirpa sei mit einer Schusswunde am Kopf aufgefunden worden. Generalstaatsanwalt Swiatoslaw Piskun habe sich bereits unmittelbar nach Entdeckung der Leiche am Montag an den Fundort begeben. Der Verkehrsminister galt als einer der einflussreichsten Politiker der ukrainischen Regierung. Er soll zuletzt Meinungsverschiedenheiten mit dem Verlierer der Präsidentschaftswahl vom Sonntag, Janukowitsch, gehabt haben. Dieser soll dem Minister vorgeworfen haben, mit der Opposition zu sympathisieren.

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