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28-12-2004 Ukraine
Experte über mögliche Entwicklung in der Ukraine
Über die mögliche Kandidatur des künftigen Premierministers der Regierung Juschtschenko nachdenkend, betont Juri Busdugan, Spitzenvertreter der Sozialdemokratischen Partei der Ukraine und Abgeordneter des ukrainischen Parlaments, dass hier drei Varianten möglich sind, schreibt die Zeitung "Wremja Nowostjej".

Die Ernennung Julia Timoschenkos zur Premierministerin wäre mit einer großen Säuberung gleichbedeutend. Sie würde aus der Wirtschaft die "Schattenschemen" verdrängen und die Oligarchen zurückdrängen. "Im Falle der Durchführung von unpopulären sozialen Reformen, zum Beispiel der Kürzung der Renten oder der Entlohnung, wäre die Ernennung des Spitzenvertreters der Sozialisten, Alexander Moros, zum Premier möglich", nimmt Busdugan an. Nicht ausgeschlossen ist, dass zum Premier eine kaum bekannte Person ernannt wird, die dem Präsidenten ergeben ist.

Für Viktor Medwedtschuk (Leiter der Administration des scheidenden Präsidenten Leonid Kutschma) empfindet Juschtschenko eine tiefe persönliche Abneigung. "Wenn Medwedtschuk in der nächsten Zeit nicht emigriert, so wird er sich der Opposition anschließen", behauptet der Abgeordnete. "Er wird sich bemühen, ins Parlament zu gelangen und vielleicht eine Union mit der Kommunistischen Partei und der Sozialistischen Partei zu gründen.

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Schwerpunkt – Ukraine


Über dieses Thema wird im Russland - Politikforum diskutiert - Gefährliches Zündeln in der Ukraine
Viktor Janukowitsch, Konkurrent Juschtschenkos in der Wahlkampagne, wird unter allen Umständen in Ruhe gelassen: Für Juschtschenko, der seine demokratischen Ansichten erklärt, ist das eine prinzipielle Frage.

Die weitere Politik des Stahlmagnaten Rinat Achmetow (ein einflussreicher Oligarch aus Donezk, der bei den Wahlen Janukowitsch unterstützt hat) hängt direkt, so Busdugan, von seinen Wirtschaftsinteressen ab. Die Union von Janukowitsch und Achmetow mit Russland bei den heutigen Präsidentschaftswahlen war situationsbedingt. Russland, das selbst zahlreiche Bergbau- und Stahlbetriebe hat, ist für Achmetow nicht nur kein Helfer, sondern auch ein Konkurrent auf dem Weltmarkt. Deshalb ist Juschtschenko, der mit Unterstützung des Westens eine Aufhebung oder eine wesentliche Erhöhung der Quoten für die Stahllieferungen auf den Weltmarkt erwirken wird, für Achmetow objektiv vorteilhaft. Wahrscheinlich wird Achmetow durch die Zusammenarbeit mit den Behörden versuchen, die Oppositionskarte auszuspielen. Aber diese Opposition wird nicht laut sein. Vielleicht nur im Falle irgendwelcher ernsthafter ökonomischer Meinungsverschiedenheiten. Vorläufig ist nicht klar, ob sich Janukowitsch an die Spitze dieser Opposition stellen wird. Wahrscheinlich ist gerade ein solcher Mensch für die Arbeit mit dem Donezker Proletariat notwendig. (RIA)

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