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26-10-2004 Ukraine
Putin will sich Fragen von Ukrainern im Fernsehen stellen
Fünf Tage vor der Präsidentschaftswahl in der Ukraine wird der russische Staatschef Wladimir Putin das Land besuchen. Putin werde sich am Dienstagabend (ab 19.00 Uhr MESZ/21.00 Uhr Moskauer Zeit) im ukrainischen Fernsehen den Fragen von Zuschauern stellen, teilten die staatlichen und privaten TV-Sender (der staatliche "Erste Nationale Kanal", die Privatsender "Inter" und "Studia 1+1") am Montag mit.

Alle, die dem russischen Präsidenten Fragen stellen wollen, können das kostenlos unter drei Telefonnummern tun oder ihre Fragen auf der speziell eingerichteten Webseite unter www.vopros-putinu.com stellen.

Die Ukrainer zeigten ein reges Interesse für das Projekt. Viele von ihnen sandten bereits ihre Fragen per Internet ein. Die meisten Fragen betreffen die bilateralen Beziehungen zwischen Russland und der Ukraine, insbesondere die mögliche Einführung der Visumpflicht und die Kooperation beider Staaten im Bildungsbereich.

Eine der bislang am meisten eingesandten Fragen sei: "Wen würden Sie wählen, wenn Sie Ukrainer wären?" Weitere Fragen betreffen die Chancen der russischen und der ukrainischen Nationalmannschaft auf den Einstieg ins Finale der Fussballweltmeisterschaft. Die Fragen werden am Dienstag von den Moderatoren der erwähnten Fernsehsender verlesen.

Putin unterstützt offen den pro-russischen Präsidentschaftskandidaten, Regierungschef Viktor Janukowitsch. Vergangene Woche hatte er Janukowitsch und den scheidenden ukrainischen Präsidenten Leonid Kutschma im Kreml empfangen. Offiziell kommt Putin zur Teilnahme an den Feiern zur Befreiung der Ukraine von den Deutschen durch die Rote Armee 1944 nach Kiew.

Der Oppositionskandidat Viktor Juschtschenko kritisierte die Visite Putins als offene Wahlkampfhilfe für Jakunowitsch. Diesem sei bewusst, dass er wegen der Unbeliebtheit der derzeitigen ukrainischen Führung Unterstützung brauche. Laut unabhängigen Meinungsumfragen liegt der Oppositionsführer knapp vor dem Regierungschef. Kutschma regiert die frühere Sowjetrepublik seit 1994 mit harter Hand. Immer wieder wurden ihm Verletzungen der Pressefreiheit und Menschenrechtsvergehen vorgeworfen. Seine Regierung ist in zahlreiche Skandale verwickelt. (.RU)

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