russland.RU berichtet in Wort und Bild aus Russland und über Russland. Ungebunden, unabhängig und überparteilich. Ohne Vorurteile und Stereotypen versucht russland.RU Hintergründe und Informationen zu liefern um Russland, die Russen und das Leben in Russland verständlicher zu machen. Da wo die großen Verlage und Medienanstalten aufhören fängt russland.RU an.


Archiv:
2003   2004   2005   2006   2007   2008   2009   2010   2011   2012   2013


27-12-2004 Ukraine
92,25 Prozent ausgezählt: Juschtschenko uneinholbar
Viktor Janukowitsch hat praktisch die Chancen eingebüßt, seinen Opponenten Viktor Juschtschenko bei den Wahlen der Präsidenten der Ukraine einzuholen. Nach der Zählung von 92,25 Prozent der Protokolle macht der Unterschied zwischen Viktor Juschtschenko und Viktor Janukowitsch fast 11 Prozent der Stimmen aus.

Für Juschtschenko haben 53,53 Prozent oder 14 150 096 Wähler gestimmt.

Janukowitsch haben 42,69 Prozent oder 11 286 006 Wähler ihre Stimmen abgegeben, wurde in der Zentralen Wahlkommission (ZIK) der Ukraine mitgeteilt.

Gegen die beiden Kandidaten haben 2,36 Prozent der Wähler gestimmt.

Gezählt sind die Stimmen von 26 432 728 Wählern.

Somit, betonen Experten, habe sich Juschtschenko den Sieg bei den Wahlen des Präsidenten der Ukraine praktisch gesichert. Der Unterschied zwischen den Kandidaten macht ungefähr 11 Prozent der Stimmen aus. Es bleibt noch, 8 Prozent der Protokolle zu zählen.

Nach vorläufigen Angaben kamen 77,13 Prozent der Wähler zu den Wahllokalen. An der Stichwahl am 21. November betrug die Beteiligung 79,35 Prozent.

Juschtschenko ist in 17 Regionen in Führung, und Janukowitsch siegt in zehn Regionen. Wie auch früher verlief die Linie zwischen den Regionen an der Westgrenze der Gebiete Charkow, Dnepropetrowsk, Nikolajew und Odessa, die die östlichen und die südlichen Regionen der Ukraine trennte.

Die Nacht nach den Wahlen schlief die Ukraine nicht: Alle verfolgten den Verlauf der Stimmenzählung.

Juschtschenko gratulierte seinen Anhängern zum Sieg noch nachts, ohne die vorläufigen und die endgültigen Wahlergebnisse abzuwarten.

"Die erste Nachricht - es ist vollbracht!", sagte Juschtschenko, als er in seinem Stab erschien. "Das ist der Sieg der ukrainischen Nation, des ukrainischen Volkes. Wir sind frei geworden."

Juschtschenko erschien vor den Journalisten im strengen schwarzen Anzug, im weißen Hemd und in der orangefarbenen Krawatte. Die Rede Juschtschenkos war kurz. Er bedankte sich bei seiner Mannschaft, seinen Anhängern sowie bei der unabhängigen Presse, ohne die, wie er sagte, "all das nicht gewesen wäre". "Die Orangerevolution hat dazu geführt, dass es in der Welt modisch, ehrenvoll und angesehen geworden ist, ein Ukrainer zu sein", sagte Juschtschenko.

Aus dem Stab begab sich Juschtschenko zum Platz der Unabhängigkeit, wo Tausende Anhänger auf ihn warteten.

"Liebe Freunde! Heute haben wir eine unabhängige und freie Ukraine", erklärte er. "14 Jahre lang sind wir unabhängig, aber nicht frei gewesen. 14 Jahre lang haben wir eine Tyrannei durch Kutschma, Medwedtschuk und Janukowitsch gehabt."

Juschtschenko versprach, eine "ehrliche und vertrauensvolle Regiering - die Regierung des Volksvertrauens - zu bilden". (RIA)

Archiv:
2003   2004   2005   2006   2007   2008   2009   2010   2011   2012   2013