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19-10-2004 Ukraine
Politologen über die Wahrscheinlichkeit einer gewalttätigen Konfrontation zwischen den Anhängern von Janukowitsch und Juschtschenko
Die russischen Politik-Experten meinen, eine gewalttätige Konfrontation zwischen den Anhängern von Viktor Janukowitsch und Viktor Juschtschenko im Falle einer Niederlage des Oppositionärs bei den Präsidentschaftswahlen sei ziemlich wahrscheinlich.

"Wenn Juschtschenko keinen überzeugenden Sieg davonträgt, ist die Wahrscheinlichkeit ziemlich hoch, dass sich in der Ukraine das Szenario von Belgrad und Tiflis wiederholt", sagte Wjatscheslaw Nikonow, Präsident des Fonds "Politik", in einer Sitzung des Clubs "Zivile Debatten".

"Die Experten, die sich auf ‚Rosenrevolutionen' spezialisiert haben, sind bestimmt schon in Kiew angekommen", fügte er hinzu.

Dabei meint der Politologe, dass "der Erfolg der Opposition, falls es zu Zusammenstößen auf der Straße käme, ziemlich unwahrscheinlich ist".

"Die ukrainischen Behörden haben bestimmt Truppen, und Viktor Janukowitsch hat eine Stütze", sagte er.

"Wenn es hart auf hart geht, ist ein solcher Ausgang wie in Belgrad und Tiflis in Kiew noch lange nicht offensichtlich", meint er.

Sergej Markow, Direktor des Institutes für politische Untersuchungen, hält die Gefahr von Straßenunruhen im Falle einer Niederlage der Opposition auch für ziemlich ernst.

Laut Markow kann die Opposition ihre Anhänger, eine Reihe von Studentenorganisationen, Uniaten und Krimtataren auf die Straßen rufen.

Seiner Meinung nach wird Janukowitsch in diesem Fall von "organisierten Bergarbeitertrupps, Fans der Fußballclubs Dynamo Kiew und Donezkij Schachtjor sowie den Orthodoxen unterstützt werden".

Markow meint, dass Juschtschenkos Stab versucht, den Übergang zu Straßenaktionen "ideologisch zu begründen".

"Ihre Logik sieht so aus: Wie kann das sein, Juschtschenko lag doch immer an der Spitze und hat trotzdem verloren, das bedeutet, dass die Wahlen gefälscht worden sind", meint der Politologe. (RIA)

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