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25-12-2004 Ukraine
Umfrage: Juschtschenko als Präsident gefällt Russen weniger als Janukowitsch
Der Sieg des Oppositionsführers Viktor Juschtschenko bei der Präsidentenwahl in der Ukraine würde nach Auffassung der meisten Russen den russischen Interessen weniger entsprechen als der Wahlsieg von Viktor Janukowitsch. Das ergab eine Umfrage des Lewada-Zentrums.

Nur zehn Prozent der Befragten Bürger meinten, dass Juschtschenko im Falle seines Wahlsiegs eine Politik mit Rücksicht auf Russlands Interessen betreiben würde. 51 Prozent sagten dagegen, der Sieg von Janukowitsch werde Russlands Interessen mehr entsprechen.

Die Russen verhalten sich nach wie vor positiv zur Ukraine. Das sagten 79 Prozent der Befragten. Die meisten von ihnen sind über die jüngsten Entwicklungen in der Ukraine besorgt. 42 Prozent verfolgen diese Entwicklungen aufmerksam, weitere 42 Prozent versuchen es, auf dem Laufenden zu sein. 15 Prozent der Befragten zeigen kein Interesse an den Geschehnissen in der Ukraine.

Das Vorgehen der ukrainischen Opposition nach dem zweiten Wahlgang befremdet laut der Umfrage rund die Hälfte der Russen (49 Prozent). Nur neun Prozent der Befragten stimmen der „Orangerevolution" zu.

Die Massenproteste in der Ukraine sind nach Auffassung der meisten Russen auf zwei Hauptgründe zurückzuführen, und zwar auf den Machtkampf zwischen wirtschaftlichen Clans sowie auf die „Umtriebe ausländischer Kräfte". Das sagten 56 Prozent der Befragten. Zwölf Prozent der Befragten bringen die „Orangerevolution" mit den Manipulationen während der Wahlkampagne in Verbindung. 16 Prozent führen die Revolution auf die Unzufriedenheit der Ukrainer mit den korrupten Behörden zurück.

27 Prozent der Russen halten die Erklärungen und die Handlungen der russischen Staatsführung als „angebracht". 23 Prozent bezeichnen sie als „unzulänglich" oder «zu schwach". Rund ein Viertel (26 Prozent) hält das Vorgehen der russischen Führung für die Einmischung in die Angelegenheiten eines anderen Staates, die die Situation zuspitzen und die Beziehungen zwischen Russland und der Ukraine beeinträchtigen würde.

Die Umfrage wurde in 46 russischen Regionen (insgesamt sind es 89) durchgeführt. Befragt wurden 1.600 Menschen. (RIA)

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