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24-12-2004 Ukraine
Juschtschenko: Russland ist ewiger strategischer Partner der Ukraine
Der Kandidat für das Amt des Präsidenten der Ukraine, Viktor Juschtschenko, meint, dass Russland der ewige strategische Partner der Ukraine ist. Das erklärte er am Donnerstag nachts in einer Live-Sendung des privaten ukrainischen TV-Kanals „Ära".

„Ich bin mir dessen sicher, dass, wer bei den Wahlen des Präsidenten der Ukraine auch immer siegt, dies ein Mensch sein wird, der die Linie auf die Festigung der strategischen Beziehungen mit Russland durchführen wird", sagte Juschtschenko.

Er hob hervor, dass sich die Ukraine Russland nicht aufdrängt. Das Land „hat ein strategisches Interesse in Russland".

Auf die mehrmals aufgeworfene Frage eingehend, der russischen Sprache ebenso wie der ukrainischen Sprache den Status einer offiziellen Sprache zu verleihen, sagte der Kandidat, dass dies es nicht ermöglichen wird, die heute bestehenden Probleme mit der Schließung russischer Bibliotheken oder Schulen zu lösen.

Wie er sagte, kann die Fixierung der Anzahl dieser Einrichtungen durch die Regierung per Anfang 2005 zu einem Ausweg aus dieser Situation werden.

„Meine Hand wird stets im Interesse der russischsprachigen Gemeinde gehoben", sagte Juschtschenko, der beim Gespräch mit Journalisten mehrmals zur russischen Sprache übergegangen war. „Jede Nation, die heute das ukrainische Volk vertritt, muss in vollem Maße die Muttersprache und ihre Kultur nutzen", betonte der Kandidat.

Juschtschenko sagte, dass er immer auf der Seite jener Gemeinde stehen wird, die für die Erweiterung der Sprachpolitik eintreten wird. Aber für Schritte, einer anderen Sprache den Status der offiziellen Sprache zu verleihen, muss diese Frage in den Regionen und im Parlament besprochen werden, damit es den Abgeordneten gelingt, bei ihrer Prüfung 300 Stimmen für Änderungen an der Verfassung der Ukraine zu sammeln.

Auf das Problem der doppelten Staatsangehörigkeit mit Russland eingehend, betonte Juschtschenko, dass dies eine „schöne Idee ist", die jedoch viele ungelöste Fragen hat. Unter anderem geht es, so der Präsidentschaftskandidat, um die Vereinheitlichung der Gesetzgebung im Fiskal- und Rentenbereich sowie beim Armeedienst. „Hier gibt es eine Kollision in vielen Bereichen", unterstrich Juschtschenko.

Gemäß der Verfassung der Ukraine ist die Staatssprache im Lande Ukrainisch, und der Staat garantiert die freie Entwicklung und den Gebrauch der russischen und anderer Sprachen der nationalen Minoritäten. (RIA)

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