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20-12-2004 Ukraine
Ukrainischer Ex-Sicherheitsbeamter weist Anschuldigung wegen Vergiftung des Präsidentenkandidaten Juschtschenko zurück
Der ehemalige 1. Stellvertreter des Chefs des Sicherheitsdienstes der Ukraine Wladimir Sazjuk wertet die gegen ihn erhobene Anschuldigng, den Präsidentenkandidaten der Ukraine Viktor Juschtschenko in seinem Wochenendhaus vergiftet zu haben, als „grobe Lügen".

In einem Interview, das vom ukrainischen privaten Fernsehkanal ICTB am Sonntagabend ausgestrahlt wurde, bemerkte Sazjuk, er sei bereit, mit Juschtschenko im Rahmen einer Direktsendung einer beliebigen TV-Gesellschaft zusammenzutreffen und „alle Nuancen, alle gegenseitigen Einsprüche hinsichtlich des Abendessens" zu besprechen.

Auf die laufende Untersuchung der Ursachen der Krankheit Juschtschenkos eingehend, erklärte sich Sazjuk bereit, sein Bestes zu tun, um eine selbständige Ermittlung anzustellen. „Ich glaube, ich könnte Profis finden, die diese (Ermittlung) übernehmen", sagte Sazjuk. Er bemerkte ferner: Er werde „alle Personen die gestellten Fragen über Endotoxine und biologische Waffen beantworten lassen", die zur Vergiftung des Oppositionsführers hätten verwendet werden können.

Auf die Einzelheiten des Treffens und des Abendessens am 5. September zurückblickend, nach dem Juschtschenko nach dessen Äußerung übel geworden sei, sagte Sazjuk: „Es hat nichts Ungewöhnliches gegeben." Laut Sazjuk war das Treffen mit ihm von Juschtschenko angeregt worden, bei dem Juschtschenko selbst, der Abgeordnete Dawid Schwanija und der Chef des Sicherheitsdienstes der Ukraine, Igor Smeschko, dabei gewesen seien. „Es war ein freundschaftliches, aktives Treffen. Mit großem Appetit wurde gegessen und getrunken. Das war eine richtige Männerrunde", sagte Sazjuk.

Laut dem ehemaligen Sicherheitsbeamten war das Essen von Personen zubereitet, zu denen er volles Vertrauen habe, und die Lebensmittel drei Stunden zuvor auf dem Markt gekauft worden.

Die Ärzte der österrechischen Klinik Rudolfinerhaus machten zuerst klar, Juschtschenko sei mit Dioxinen vergiftet worden. Später wurde von einem niederländischen Experten eine bestimmte Dioxinart - 2,3,7,8-TCDD - ermittelt. (RIA)

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