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17-12-2004 Ukraine
Mironow: Version der Beteiligung russischer Geheimdienste an Vergiftung Juschtschenkos absurd
Der Vorsitzende des Föderationsrates, Sergej Mironow, wertet die Version, wonach die russischen Geheimdienste an der angeblichen Vergiftung des ukrainischen Präsidentschaftskandidaten Viktor Juschtschenko beteiligt gewesen seien, als absurd.

Wie Boris Nemzow bereits früher in einem Interview für Massenmedien klar machte, schließt er die Beteiligung der russischen Geheimdienste an der Vergiftung von Juschtschenko nicht aus.

Mironow äußerte sich kritisch zu den Worten eines US-amerikanischen Beamten, mit Juschtschenko an der Spitze könnte die Ukraine schon 2007 zu einem vollberechtigten NATO-Mitglied werden.

"Ich glaube nicht, dass das ukrainische Volk davon träumt, Mitglied der NATO zu werden. Um der Allianz beizutreten, sollte man erst das Volk der Ukraine danach fragen", sagte Mironow.

Auf die Einstellung der anderen Staaten zu den Wahlen in der Ukraine eingehend, betonte der Oberhaus-Vorsitzende, dass es sich in diesem Fall um "regelrecht doppelte Standards" handelt.

"Wir sprechen über die Unzulässigkeit einer Einmischung in die inneren Angelegenheiten eines anderen Staates. Aber manche Politiker in Europa und in Übersee lieben es, über Offenheit, Demokratie und die Vorrangstellung des Gesetzes zu reden. In Wirklichkeit aber wirken ihre Äußerungen zumindest befremdend und müssen als Maximum Empörung hervorrufen", sagte Mironow.

Er sagte wiederholt, hätte Juschtschenko noch bei der ersten Abstimmung zur Wahl des Präsidenten der Ukraine bei gleichen Rechtsverletzungen, wie sie Janukowitsch vorgeworfen wurden, gesiegt, hätten die westlichen Politiker keinerlei Unwillen geäußert.

"Das sind regelrecht doppelte Standards, gegen die wir bisher aufgetreten sind, was wir auch künftig tun werden", betonte der Vorsitzende des Parlamentsoberhauses. (RIA)

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