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14-10-2004 Ukraine
Tschernomyrdin für schnellere Einführung der einheitlichen Währung in Russland und der Ukraine
Der russische Botschafter in der Ukraine, Viktor Tschernomyrdin, hat aufgerufen, die Einführung einer einheitlichen Währung in Russland und der Ukraine zu beschleunigen.

„Jetzt müssen wir diese Frage forcieren", betonte der russische Delegationschef bei einem Round-table-Gespräch zum Thema „Russland und die Ukraine: Perspektiven der Kooperationsentwicklung im Banksektor".


Die Regierungen in Moskau und Kiew seien „reif geworden", um die „Währungsintegration ins Gespräch zu bringen und zu einer einheitlichen Währung überzugehen".

Der stellvertretende Vorsitzende der russischen Zentralbank, Gennadi Melikjan, der an der Diskussion ebenfalls teilnahm, sagte aber der Nachrichtenagentur Nowosti-Ukraina, im Moment seien die beiden Länder dazu „nicht bereit". Das sei eine politische Frage. „Akzeptiert ein Land eine einheitliche Währung, so teilt es seine Souveränität", so Melichjan. „Die Aufwerfung dieser Frage bei diesem „runden Tisch" in Kiew ist gekünstelt."

Am Round-table-Gespräch, das vom Russischen Club initiiert wurde, nehmen außerdem der Chef der Nationalen Bank der Ukraine, Pawel Senischtsch, und Vertreter der Bankkreise der beiden Länder teil.

Im Mittelpunkt der Diskussion standen Fragen der Intensivierung der bilateralen Geschäftskooperation mit Blick auf die Gründung der Freihandelszone, Probleme der Einlagenversicherung, der Geldüberweisungen und der Vereinheitlichung einschlägiger Gesetze.

„Trotz großer Fortschritte in den Beziehungen zwischen den Banksektoren Russlands und der Ukraine stehen wir erst am Anfang unseres Weges", sagte Melikjan. Die Probleme, mit denen Russland und die Ukraine zurzeit konfrontiert würden, seien ähnlich. „Die beiden Staaten holen jetzt die Zeit nach, die während der Abkühlung ihrer Beziehungen nach dem Zerfall der Sowjetunion verloren wurde."

„Solche Treffen helfen es, alle aktuellen Fragen schneller und effektiver zu klären", so Melikjan.

Der Russische Club ist eine nichtstaatliche Organisation, die von Vertretern der russischen und der ukrainischen Öffentlichkeit ins Leben gerufen worden war, um den Dialog zwischen gesellschaftlichen, politischen und Geschäftskreisen Russlands und der Ukraine zu fördern.

An der ersten Clubsitzung am 31. August 2004 hatten die Chefs der Präsidialämter der beiden Länder, Dmitri Medwedew und Viktor Medwedtschuk, der ukrainische Premier Viktor Janukowitsch sowie Gouverneure und Experten teilgenommen. (RIA)

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