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14-12-2004 Ukraine
Fall Timoschenko wird in der Interpol geprüft
Die Interpol prüft die durch Russland zur Verfügung gestellten zusätzlichen Angaben zum Fall Julia Timoschenko, die zweite Person in der ukrainischen Opposition, die vom Präsidentschaftskandidaten Viktor Juschtschenko geleitet wird,

heißt es in einer Erklärung, die am Montag durch das Generalsekretariat der Organisation verbreitet wurde.

„Die Interpol hat bei russischen Behörden eine zusätzliche Information (zum Fall Timoschenko) angefragt. Die russischen Behörden haben eine solche Information zur Verfügung gestellt. Zur Zeit stehen diese Angaben im Stadium der Prüfung", heißt es im Dokument.

In der Erklärung wird betont, dass die Anfrage an Russland und die in diesem Zusammenhang herausgegebene „rote Benachrichtigung", die zur zeitweiligen Festnahme Timoschenkos berechtigt, in Kraft bleiben müssen.

Nichtsdestoweniger wird die „rote Benachrichtigung" nach den Interpol-Bestimmungen für die Periode der Prüfung der eingegangenen zusätzlichen Information von der Web-Seite der Organisation weggenommen.

„Die ‚rote Benachrichtigung' (gegenüber Timoschenko) wurde von der Web-Seite bis zur Prüfung der zusätzlichen Information weggenommen", heißt es im Dokument.

In der Erklärung wird betont, dass sich die Interpol im Fall Timoschenko von irgendwelchen politischen oder sonstigen Motiven außer der juristischen nicht leiten lässt.

„Der Interpol wird streng verboten, sich in Angelegenheiten des politischen, des militärischen, des religiösen und des Rassencharakters einzumischen, und die Interpol hält an diesem Verbot fest", wird in der Erklärung betont.

Wie Alexander Sawenkos, Militäroberstaatsanwalt Russlands, früher gegenüber den Journalisten sagte, hatte die Militäroberstaatsanwaltschaft eine Antwort auf die Anfrage der Interpol über Timoschenko geschickt. Wie er sagte, betrifft sie ein Strafverfahren, zu dem früher eine Entscheidung über die Heranziehung Timoschenkos zur strafrechtlichen Verantwortung getroffen worden war.

Er präzisierte, dass es darum geht, dass sie fünf Offiziere der Zentralverwaltung Materielle Ressourcen und Außenwirtschaftsbeziehungen des russischen Verteidigungsministeriums bestochen hat. „Dieser Fakt ist bewiesen. Es gibt direkte Beweise", unterstrich Sawenkow. Bestochen wurde zu dem Ziel, dass Baustoffe zu einem höheren Preis erworben werden. (RIA)

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