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14-12-2004 Ukraine
Janukowitsch: Entwicklungen in der Ukraine weit jenseits der Legalität
Die gegenwärtigen Entwicklungen haben die legalen Grenzen weit hinter sich gelassen, warnte gestern Präsidentschaftskandidat Viktor Janukowitsch auf einer Konferenz mit dem Generalsekretär des Europarates Terry Davis in Kiew, wie das Pressebüro des Kandidaten RIA-Nowsti mitteilte.

"Dieser Hausfriedensbruch sollte von der Weltgemeinschaft und dem Europarat - eine Respekt verdienende Organisation - nicht unbeachtet bleiben," führte Janukowitsch aus. Er betonte dabei die kürzlich getroffene Entscheidung des Obersten Gerichtes zu dem kontrovers diskutierten Wahlkampfergebnis. Das Urteil verletze die Verfassung und andere Gesetze der Ukraine. "Wie Experten sagen, ist es der weltweit erste Fall eines politischen, nicht legalen Urteils seitens eines Obersten Gerichtshofes," so der erregte Kandidat.

"Das höchste Gericht traf seine Entscheidung unter öffentlichem Druck" und habe nur die Meinung einer Seite berücksichtigt. "Wie ich sehe, war das purer juristischer Nihilismus. So wie meine fünfzehn Millionen Wähler, werde er diese illegale Aktion nicht hinnehmen." "Wie auch immer, als dem Gesetz gehorchende Menschen werden wir uns dem Urteil beugen", versicherte Viktor Janukowitsch.

Auf einer Pressekonferenz in seinem Wahlkampfbüro sagte er gestern, er sei von Amtsinhaber Leonid Kutschma "außerordenlich enttäuscht". "Bei den letzten Gesprächen mit Herrn Kutschma kam es zu direkt gegensätzlichen Meinungen. Ich bin von dem Mann bitter enttäuscht," fügte er hinzu.

bei russland.RU
Schwerpunkt – Ukraine


Über dieses Thema wird im Russland - Politikforum diskutiert - Gefährliches Zündeln in der Ukraine
"Die derzeit hoffnungslose Lage in der Ukraine spiegele Kutschmas Persönlichkeit. Ich dachte, er stände für die Interessen der Ukraine auf. Leider können wir jetzt nur beklagen, dass er die Interessen von sich und seiner Familie wahrgenommen hat."

Janukowitsch besteht auf einer sorgfältigen Untersuchung der Gift-Affäre um den Mitbewerber Juschtschenko. "Die Untersuchungsorgane werden den Fall wieder aufnehmen", betonte er.

Weiterhin sprach er dem schwerkranken Rivalen sein herzliches Mitgefühl aus. "Wie von Mensch zu Mensch üblich wünsche ich ihm keine Krankheit. Ich wünsche, dass er bald wieder gesund ist", sagte Janukowitsch.(.RU)

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