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10-12-2004 Ukraine
Juschtschenko hofft bei der Präsidentschaftswahl in der Ukraine auf mindestens 60 Prozent der Stimmen und verspricht, sich danach über seine Gesundheit zu äußern
Der ukrainische Präsidentschaftsanwärter Viktor Juschtschenko ist überzeugt, dass er bei der Wiederholungswahl am 26. Dezember mindestens 60 Prozent der Stimmen erhält und dem ukrainischen Volk bereits als Staatsoberhaupt zum Neujahr gratulieren kann.

Das sagte der oppositionelle Kandidat am Freitag in Kiew gegenüber Journalisten.

"Ich bin sicher, dass ich meine Gratulationen bereits als Wahlsieger aussprechen werde", erklärte Juschtschenko.

"Wir werden das Neujahr auf dem Platz der Unabhängigkeit feiern, und Sie sind alle eingeladen", sagte er zu Journalisten und fügte hinzu: "Wahrscheinlich habt ihr auf diesen Namen schon alle eine Allergie."

Der Präsidentschaftskandidat trat für einen Dialog zwischen Ost- und Westukraine ein. "Die Publizität wird zum Hauptfaktor im Dialog, der die Spannungen zwischen Ost und West mindern wird", betonte er und rief Geschäftsleute, Vertreter der Massenmedien und Geistliche zu diesem Dialog auf.

Laut Juschtschenko sei der Separatismus kein typisches Problem der Ukraine. "Es gibt keine natürlichen Gründe für eine Spaltung der Ukraine weder in Ost und West, noch wegen der Sprache oder wegen der Religion", betonte der Kandidat.

Außerdem trat er für eine Vertiefung der politischen und wirtschaftlichen Beziehungen mit Russland ein.

Viktor Juschtschenko versprach, medizinische Angaben über seine Krankheit nach dem 26. Dezember bekanntzugeben.

Er sagte, dass er nicht mit seiner Gesundheit spekulieren wolle.

"Alle Ergebnisse der Analysen und alle Materialien über meine Gesundheit habe ich bereits der Kommission der Obersten Rada übergeben, ein Teil der Analysen ist einfach noch nicht fertig", teilte Juschtschenko mit.

Er drückte noch einmal die Gewissheit aus, dass er vergiftet worden war.

Laut Juschtschenko wird jetzt eine medizinische Begutachtung erstellt, die vollständige Informationen über das zu diesem Zweck angewandte Gift enthalten wird.

Er teilte mit, dass er am Samstag nach Österreich fliegen wird, um sich in der Klinik, wo er auch früher behandelt worden war, untersuchen zu lassen. "Dort werde ich das Wochenende verbringen", sagte Juschtschenko.

Er bemerkte, dass die Heilung in solchen Fällen viele Monate in Anspruch nimmt. "Ich war 25 Tage lang im Krankenhaus, und dann habe ich mich unmittelbar mit der Wahlkampagne befasst", so Juschtschenko.

Er betonte, dass er sich im Moment in normaler physischen Verfassung befände. (RIA)

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