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06-03-2013 Ukraine
Ukraine - Wirtschaft - Politik


Die Regierung der Ukraine hat erlaubt, Etikettenbeschriftungen auf Ukrainisch mit einer russischen Übersetzung bzw. mit Übersetzungen in andere Regionalsprachen zu versehen. Eine entsprechende Verordnung wurde vom Ministerkabinett am Montag angenommen, verlautete aus dem Pressedienst des Kabinetts.


"Auf Beschluss von Produzenten kann neben dem Text in der offiziellen Staatssprache eine Übersetzung dieses Textes in andere Sprachen angebracht werden. Das heißt, die Hersteller sind berechtigt, selber zu entscheiden, ob neben dem Text auf Ukrainisch eine Übersetzung angebracht werden soll oder nicht", erläuterten die Vertreter des Pressedienstes. "Die Verkäufer, die ihre Ware verkaufen wollen, können die Etiketten mit entsprechenden Texten in den Sprachen zu ergänzen, die in der Verkaufsregion dominieren", heißt es in der Mitteilung.

Das am 10. August 2012 verabschiedete Gesetz "Über die Grundlagen der staatlichen Sprachpolitik" gibt Regionen das Recht, Sprachen der Nationalminderheiten offiziell zu verwenden. Vom Dokument wird das Verwenden von 18 dieser Sprachen, darunter Armenisch, Weißrussisch, Bulgarisch, Gagausisch, Jüdisch, Krimtatarisch und Polnisch vorgesehen.

Die russische Sprache wurde als eine Regionalsprache von Behörden der südlichen Gebiete der Ukraine (Dnepropetrowsk, Donezk, Saporoschje, Lugansk, Nokolajew, Odessa, Charkow, Cherson) bestätigt. Im Westen der Ukraine gibt es eine aktive Protestbewegung gegen die Verwendung von anderen Sprachen als Ukrainisch. Das sind Gebiete Iwano-Frankowsk, Lwow und Ternopol. Die russische Sprache ist in der Ukraine für wenigstens 10 Prozent der Bevölkerung die Muttersprache.

Die planmäßige vorbeugende Instandhaltung des ersten Energieblocks des Kernkraftwerks Juschnoukrainskaja, der am Dienstag vom Netz genommen worden ist, soll 240 Tage dauern. Wie aus dem Pressedienst des Unternehmens Energoatom, das dieses Kraftwerk betreibt, verlautete, "hat sich die Strahlungs-, Brand- und Umweltsituation im KKW Juschnoukrainskaja und auf dem anliegenden Gelände nicht verändert, sie entspricht derzeit den gültigen Normen".

Das Kernkraftwerk Juschnoukrainskaja liegt am Ufer des Flusses Juschny Bug in der Stadt Juschnoukrainsk (Gebiet Nikolajew). Nach Angaben von Energoatom endet am 2. Dezember des laufenden Jahres die 30-jährige Lauffrist des ersten Energieblocks des KKW.

Vertreter der ukrainischen oppositionellen Partei "Batkiwschtschina" ("Vaterland") hinderten am Dienstag erneut ihre Kollegen in der Obersten Rada an ihrer Arbeit. Sie blockieren den Zugang zum Rednerpult und zum Präsidium der Rada und fordern den Parlamentschef Wladimir Rybak auf, seinen Antrag auf Entzug des Abgeordnetenmandats des Verteidigers der Ex-Premierministerin Julia Timoschenko, "Batkiwschtschina"-Mitglieds Sergej Wlassenko, zurückzunehmen.

Wlassenko wird vorgeworfen, nicht nur als Parlamentarier, sondern auch als Anwalt tätig gewesen zu sein, was laut gültiger Gesetzgebung der Ukraine unzulässig ist. Der Noch-Abgeordnete der Rada sagt, er sei kein Rechtsanwalt Timoschenkos, sondern ihr Verteidiger.

Ein weiteres Mitglied der Partei "Vaterland", Nikolaj Knjaschizki, verlangt inzwischen vom Rada-Vorsitzenden Rybak, ein Ersuchen um Entzug der Mandate von elf Mitgliedern der regierenden "Partei der Regionen" einzureichen. Er teilt mit, sie seien nicht nur Parlamentarier, sondern auch Privatunternehmer.

[russland.RU]
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