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10-08-2012 Ukraine
Generalstaatsanwaltschaft der Ukraine bereitet Mordanklage gegen Timoschenko vor


Kiew – Die Generalstaatsanwaltschaft der Ukraine plant eine neue Anklage gegen die inhaftierte Oppositionsführerin Julia Timoschenko wegen Beihilfe zum Mord an einem ukrainischen Parlamentarier, erklärte der erste stellvertretende Generalstaatsanwalt der Ukraine, Renat Kusmin, in einem Interview mit der in Kiew erscheinenden Zeitung "Segodnja" ("Heute").




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"Wir sehen genügend Gründe, um Timoschenko Beihilfe zum Mord vorzuwerfen. Deutsche Ärzte empfehlen jedoch acht Wochen Ruhe für Timoschenko. Die Zeit läuft Ende September ab, und wir warten darauf. Sobald die Ärzte sie für verhandlungsfähig erklären, kann das Verfahren beginnen. Dann gehen wir sofort zu ihr, wir sind völlig bereit", teilte Kusmin mit.

Der erste Vize-Generalstaatsanwalt der Ukraine erinnerte, dass der Parlamentarier Jewgeni Schtscherban und seine Ehefrau am 3. November 1996 im Flughafen Donezk erschossen worden waren. Ermittlern zufolge soll eine kriminelle Gruppierung den Mord organisiert haben. "Was die Täter betrifft, so wurde der Fall vor Gericht behandelt, und es wurde ein Urteil gefällt. Was die Organisatoren des Mordes angeht, so wurde die Sache als selbstständiges Verfahren abgesondert", präzisierte Kusmin. Nach seinen Worten wurde der Fall von Mitarbeitern des zentralen Apparats der ukrainischen Generalstaatsanwaltschaft untersucht. "Wir planen, Julia Timoschenko wegen Beihilfe zum Mord anzuklagen", sagte er.

Der Mordfall Schtscherban wurde am 5. April 2012 erneut geprüft. Grund war eine von Dokumenten begleitete Erklärung seines Sohnes Ruslan Schtscherban. Die Ermittler sind der Auffassung, dass Julia Timoschenko und der damalige Ministerpräsident der Ukraine, Pawlo Lasarenko, den Mord finanziert haben. Lasarenko verbüßt derzeit eine Gefängnisstrafe wegen Geldwäsche in den USA.
[russland.RU]
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