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16-05-2012 Ukraine
Häftlinge des Untersuchungsgefängnisses Simferopol fordern Behandlung in deutscher Klinik


Kiew – Häftlinge des Untersuchungsgefängnisses Simferopol haben, durch das Beispiel der Oppositionsführerin Julia Timoschenko angeregt, gefordert, zur Behandlung nach Deutschland geschickt oder wenigstens durch deutsche Ärzte untersucht zu werden.




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"Sie haben der Verwaltung der Haftanstalt die Forderungen gestellt, durch deutsche Mediziner untersucht und in die deutsche Klinik Charité zur Behandlung geschickt zu werden", steht in einer Mitteilung des Vorsitzenden der Parlamentsfraktion der Partei der Regionen, Wadim Kolesnitschenko.

Zur Erklärung der Häftlinge betonte der Parlamentarier, dass "das Gesetz für alle gleich sein muss". Am vergangenen Montag schickte der Parlamentsvorsitzende Wladimir Litwin einen Gesetzentwurf zur Expertenbegutachtung, der die ärztliche Behandlung von Verurteilten im Ausland möglich machen soll. "Der Gesetzentwurf ist nicht groß, ich habe ihn an einen dafür zuständigen Parlamentsausschuss und an den Beamtenapparat der Obersten Rada (ukrainisches Parlament) gesendet, damit sie das Dokument begutachten", so der Parlamentssprecher.

Ukrainische Oppositionelle drängen darauf, dass die Behörden die zu sieben Jahren Haft verurteilte Ex-Premierministerin Timoschenko nach Deutschland zu einer medizinischen Behandlung gehen lassen soll. Eine Reihe von Ländern, darunter auch Russland, haben ihre Bereitschaft bekundet, die inhaftierte Oppositionsführerin zwecks einer Therapie zu empfangen. Aber die ukrainische Gesetzgebung eröffnet dafür keine Möglichkeiten, und daran erinnerte auch die Generalstaatsanwaltschaft des Landes.

Zurzeit wird Julia Timoschenko im Krankenhaus der Eisenbahngesellschaft "Ukrsalisnyzja" in Charkow einer Therapie unterzogen. Ihr behandelnder Arzt ist der Charité-Professor Lutz Harms.
[russland.RU]
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