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03-05-2012 Ukraine
Fall Timoschenko: Kiew hofft, Informationen über Merkels Boykott-Pläne der Fußball-EM 2012 sind nicht wahr


Kiew – Die Ukraine hofft darauf, dass Berichte einer Reihe von deutschen Medien über angebliche Pläne der Bundeskanzlerin Angela Merkel, die für dieses Jahr anberaumte Fußball-Europameisterschaft in der Ukraine aus politischen Gründen zu boykottieren, nicht wahr sind. Das machte am Montag der Direktor des Departements für Informationspolitik des Außenministeriums der Ukraine, Oleg Woloschin, deutlich.




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"Wir wollen glauben, dass es sich bei solchen Berichten um Zeitungsenten handelt – genauso wie bei den Medien-Mitteilungen, laut denen angeblich der Bundespräsident das Gipfeltreffen in Mitteleuropa aus politischen Gründen ignoriert hat, obwohl er tatsächlich überhaupt nicht geplant hatte, am Gipfel teilzunehmen", erklärte Woloschin. "Wir wollen gar nicht daran denken, dass Politiker in Deutschland die Methoden des Kalten Kriegs wieder ins Leben rufen könnten", fügte der ukrainische Diplomat hinzu.

Wie deutsche Medien einschließlich des Nachrichten-Magazins »Der Spiegel« berichteten, denke Angela Merkel an einen Boykott der Fußball-EM in der Ukraine aus Protest gegen die Inhaftierung der früheren ukrainischen Premierministerin Julia Timoschenko.

Letztere befindet sich seit 20. April im Hungerstreik, um gegen Misshandlungen in der Strafkolonie Katschanowskaja zu protestieren. Nach eigenen Worten habe sie Verletzungen erlitten, denn Mitarbeiter der Kolonie sollen sie zusammengeschlagen haben. Am 27. April veröffentlichten ukrainische Medien Fotos von Timoschenko, auf denen blaue Flecke an ihrem Körper zu sehen waren.

"Timoschenkos Behauptungen haben sich als falsch erwiesen"

Kiew – Die Generalstaatsanwaltschaft der Ukraine, die eine Überprüfung im Zusammenhang mit der jüngsten Klage der inhaftierten Ex-Premierministerin Julia Timoschenko durchgeführt hat, gibt bekannt, dass sich die Behauptungen der Politikerin, sie sei gewaltsam ins Krankenhaus transportiert und von den Mitarbeitern der Strafkolonie zusammengeschlagen worden, als falsch erwiesen haben, erklärte in der Nacht zum Montag der Leiter der Hauptverwaltung für Überwachung der Befolgung von Gesetzen der ukrainischen Generalstaatsanwaltschaft, Wadim Goran, in einer Sendung des Fernsehsenders "Fünfter Kanal".

Nach seinen Worten "wurden sehr viele Prüfungsmaßnahmen ergriffen, praktisch alle in den Zwischenfall verwickelten Personen befragt, darunter Ärzte, Mitarbeiter des Strafvollzugsdienstes, Fahrer der Notarztwägen, das Personal des Krankenhauses und andere mögliche Augenzeugen". "Timoschenkos Behauptungen sind offenbar falsch", betonte er.

Goran bestätigte die Schlussfolgerungen ukrainischer gerichtsmedizinischer Experten, laut denen die blauen Flecken am Körper Timoschenkos nicht am 20. April entstanden sein können. Nach seinen Worten sind sie bei einem Aufprall auf stumpfe und harte Gegenstände entstanden – "und nicht weil sie, wie sie sagt, mit der Faust einen Schlag in den Bauch bekommen hat".

Timoschenko ist am 20. April aus Protest gegen Misshandlungen in einen Hungerstreik getreten. Nach ihren Worten wurde sie von Mitarbeitern der Kolonie zusammengeschlagen. Am 27. April veröffentlichten ukrainische Medien Fotos von Timoschenko, auf denen blaue Flecke an ihrem Körper zu sehen waren. Einem Sprecher der Charkower Staatsanwaltschaft zufolge "wurden die Fotos im Rahmen der Überprüfung nicht genutzt, weil man sie nicht auf festgelegte Weise bekommen hatte".
[russland.RU]
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