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27-04-2012 Ukraine
Fall Timoschenko: Präsident Janukowitsch ordnet Untersuchung der Vorwürfe an


Kiew – Julia Timoschenko hat sich erneut geweigert, sich einer fachärztlichen Begutachtung zu unterziehen, erklärte am Donnerstag die gerichtsmedizinische Expertin Swetlana Swetinskaja gegenüber Journalisten in Kiew. Nach ihren Worten "sagte Timoschenko, sie wolle sich keiner Begutachtung unterziehen, denn es handele sich dabei eher um einen politischen als um einen medizinischen Fall", deshalb "konnte keine Begutachtung stattfinden". Timoschenko behauptete am 24. April 2012, sie sei in der Nacht zum 21. April während des Transports ins Krankenhaus zusammengeschlagen worden, werde aber trotzdem keine ärztliche Begutachtung zulassen.




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Der staatliche Strafvollstreckungsdienst der Ukraine wies alle Vorwürfe kategorisch zurück. "Ich kann mit voller Sicherheit sagen, dass es keine Gewalt gegen sie gegeben hat", betonte am 25. April der erste stellvertretende Chef der Behörde, Sergej Sidorenko.

Eine Reihe von Vertretern der ukrainischen Opposition in der Obersten Rada hat am Donnerstag den Präsidenten der Ukraine, Viktor Janukowitsch, aufgerufen, ein Strafverfahren gegen die Mitarbeiter des Strafvollzugsdienstes, von denen die inhaftierte Oppositionsführerin Julia Timoschenko angeblich zusammengeschlagen worden war, einzuleiten.

Zweitens verlangen sie die Amtsenthebung des Leiters des staatlichen Strafvollzugsdienstes, Alexander Lissizkow. Drittens plädieren sie dafür, dass Timoschenko eine angemessene medizinische Behandlung laut dem Programm der ausländischen Ärzte und in derjenigen Klinik, die sie empfehlen, erhalten soll", so Koschemjakin.

Ukrainische Oppositionelle blockieren seit Dienstag die Arbeit der Rada. An der Wand des Sitzungssaals hängt ein Plakat mit den Worten "Janukowitsch, töte Julia nicht!"

Präsident Janukowitsch hat die Generalstaatsanwaltschaft des Landes beauftragt, im Zusammenhang mit den Gewaltvorwürfen der inhaftierten früheren Premierministerin Julia Timoschenko gegen die Mitarbeiter des ukrainischen Strafvollzugsdienstes alle Umstände und Sachverhalte zu klären. Das erklärte er am Donnerstag in einem Journalistengespräch während seines Besuchs im Kernkraftwerk Tschernobyl anlässlich des Jahrestags der Tschernobyl-Katastrophe am 26. April 1986.

"Ich habe im Rahmen meiner Präsidentenbefugnisse die Generalstaatsanwaltschaft beauftragt, die Frage zu klären", teilte Janukowitsch mit. "Hoffentlich wird die Gesellschaft Antworten auf alle Fragen rund um diese Situation bekommen", ergänzte er.
[russland.RU]
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