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27-01-2012 Ukraine
Asarow besprach mit IWF-Chefin die Wirtschaftssituation in der Ukraine


Kiew – Der ukrainische Premier Nikolai Asarow und die geschäftsführende Direktorin des Internationalen Währungsfonds Christine Lagarde haben die Wirtschaftssituation im Lande besprochen. Die Zusammenkunft fand am heutigen Donnerstag in Zürich statt, teilt der Pressedienst der ukrainischen Regierung mit.




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"Erörtert wurden die Schlüsselfragen für die Realisierung der Wirtschaftsreformen und Maßnahmen, die notwendig sind, um eine beständige Wirtschaftsentwicklung der Ukraine zu gewährleisten", heißt es in der entsprechenden Mitteilung. Die Seiten haben ferner vereinbart, in nächster Zeit den aktiven Dialog auf Expertenniveau fortzuführen.

Heute hat Sergej Tigipko, Vizepremier und Minister für Sozialpolitik der Ukraine, Journalisten mitgeteilt, dass der IWF laut den Ergebnissen der letzten Verhandlungen der Delegationen der Ukraine und des Fonds in Washington noch nicht beschlossen hat, dem Land eine weitere Kredittranche zu überweisen. Dem Vizeminister zufolge besteht der IWF nach wie vor darauf, dass die Ukraine die Forderungen nach der Erhöhung der kommunalwirtschaftlichen Tarife für die Bevölkerung erfüllen müsse. Tigipko präzisierte, dass beide Seiten die Absicht haben, in den nächsten zwei bis drei Wochen sich erneut am Verhandlungstisch einzufinden.

Nach Ansicht des ukrainischen Regierungschefs kann das Land in diesem Jahr ohne Kredite des Fonds auskommen. Zugleich ist die Führung des Landes an der Erneuerung der Kooperation mit dem IWF interessiert, da die IWF-Kredite im Vergleich zu den anderen Finanzeinrichtungen beinahe am billigsten sind.

Der IWF billigte im Juli 2010 ein Programm der Standby-Kooperation in Höhe von insgesamt mehr als 15,5 Milliarden Dollar und war bereit, 2011 Kiew in jedem Quartal 1,5 Milliarden Dollar zwecks Unterstützung der Reformen zur Verfügung zu stellen. Doch gelang es dem Land nicht, auch nur eine einzige der geplanten Tranchen zu erhalten, weil es die im Rahmen des Programms übernommenen Verpflichtungen nicht erfüllt hat. Die erste Tranche in Höhe von 1,890 Milliarden Dollar hatte die Ukraine gleich nach Billigung des Kooperationsprogramms erhalten.
[russland.RU]
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